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Doppelsieg in MülheimKim de l'Horizon gewinnt Dramatikpreis und Publikumspreis

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Die Stadthalle Mülheim an der Ruhr

Nach der traditionellen öffentlichen Jurydebatte in der Mülheimer Stadthalle hat das Stück «Die kleinen Meerjungraun» den diesjährigen Dramatikpreis gewonnen. (Archivbild)

Kim de l'Horizon gewinnt den Mülheimer Dramatikpreis und den Publikumspreis für ein queeres Märchen.

Der Mülheimer Dramatikpreis 2026 geht an Kim de l'Horizon für das Theaterstück „Die kleinen Meerjungraun“. Diese Entscheidung traf die Jury des Wettbewerbs für deutschsprachige Gegenwartsdramatik am Samstagabend in Mülheim an der Ruhr im Rahmen einer öffentlichen Sitzung. Das Werk erhielt überdies die Auszeichnung des Publikums.

Von der Jury wurde insbesondere die bildstarke Sprache des Stückes gewürdigt, welches in Bern uraufgeführt wurde und zahlreiche geglückte Wortspiele enthält. Die Dotierung des Hauptpreises beläuft sich auf 15.000 Euro.

Ein Appell für queere Selbstbefreiung

Das Werk „Die kleinen Meerjungraun“ greift Motive aus Hans Christian Andersens Märchen auf und verhandelt eine Erzählung von Sehnsucht, Liebe und dem gesellschaftlichen Druck, sich anzupassen. Eine Mitteilung der Theatertage beschreibt das Stück als Appell gegen normative Denkmuster und als Wegweiser für eine queere Selbstbefreiung.

De l'Horizon, ein Pseudonym, stammt aus der Schweiz und ist als Autor von Lyrik, Prosa und Theaterstücken tätig. Mit dem Debütroman „Blutbuch“ konnte de l'Horizon bereits 2022 den Deutschen und den Schweizer Buchpreis gewinnen; das Werk ist in 17 Sprachen übersetzt worden.

Auszeichnung für Kindertheater an Autorin aus Düsseldorf

Die Auswahl für den Wettbewerb umfasste sieben neue Dramen für Erwachsene und fünf Stücke für ein junges Publikum. In der Kategorie für Kinderstücke, die gleichfalls mit 15.000 Euro dotiert ist, setzte sich die Düsseldorfer Autorin Simone Saftig mit ihrem Werk „herzkopfüber“ durch. Es behandelt die Geschichte einer krebskranken Mutter und den Umgang mit der Krankheit. Das Preisgeld für die Auszeichnung des Publikums beträgt 5.000 Euro.

Sämtliche nominierten Werke wurden im Rahmen der Theatertage auf die Bühne gebracht. Die Übergabe der Preise soll zu Beginn der nachfolgenden Theatertage 2027 stattfinden. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.