Die Vertreterin Israels beim ESC ist Drohungen ausgesetzt. Kulturstaatsminister Weimer sagt, warum das anzuprangern sei.
„Das Allerletzte“Kulturstaatsminister kritisiert Drohungen gegen Israel beim ESC

Yuval Raphael aus Israel mit dem Titel „New Day Will Rise“ auf der Bühne beim zweiten Halbfinale des 69. Eurovision Song Contests.
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„Das Allerletzte“: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat seine Abscheu angesichts von Drohungen und Boykottaufrufen gegen die Vertreterin Israels beim Eurovision Song Contest (ESC) bekräftigt. „Was man der israelischen Sängerin bereits angetan hat, die das Massaker vom 7. Oktober am eigenen Leibe erlebte und überlebte, mit widerwärtigen Videos und Diffamierungen und dem Aufruf, Israel gänzlich vom ESC auszuschließen, ist das Allerletzte“, sagte Weimer im Interview der „Welt am Sonntag“.
Es werde nicht nur der Anstand verletzt, sondern auch ein Tabu gebrochen. „Zwar kann die Politik dies nicht immer verhindern, aber ich werde dem mit aller Kraft entgegentreten“, betonte Weimer.
Yuval Raphael vertritt am Samstagabend Israel im Finale des ESC in Basel. Israels nationaler Sicherheitsrat hatte bereits vor Reisen dorthin gewarnt. Angesichts der zu erwartenden und möglicherweise in Gewalt ausartenden Proteste sollten Israelis bei Schweiz-Besuchen vom Zeigen jüdischer oder israelischer Symbole absehen, hieß es. (kna)
