Tickets für die Yayoi Kusama-Ausstellung in Köln sind begehrt, aber für eine Woche im Voraus ausgebucht. Was man beachten sollte.
Tickets, TimeslotsSo beliebt ist die Kusama-Ausstellung in Köln

„Infinity Mirrored Room“ von Yayoi Kusama in Köln
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Mit der Yayoi Kusama-Ausstellung kann das Kölner Museum Ludwig einen Erfolg verbuchen, der in dieser Form nicht unbedingt vorhergesehen wurde. Das Werk der mittlerweile 97-jährigen Japanerin übt auf Besucherinnen und Besucher von nah und fern eine große Faszination aus. Ein Pluspunkt der oft raumgreifenden Arbeiten ist sicherlich: Sie sind äußerst fotogen und „instagramable“, besonders die verspiegelten „Infinity Rooms“.
Das Museum Ludwig hat inklusive der Ostertage bereits 82.000 Interessierte gezählt, und ein Ende des Hypes um die mehr als 300 Werke aus mehr als 70 Schaffensjahren von Yayoi Kusama ist nicht abzusehen. Am Dienstag (7. April) ist auf der Webseite des Museums ein Hinweis zu sehen, dass bis einschließlich 12. April keine Tickets verfügbar sind. Erst ab Dienstag, 14. April (Montag ist das Museum geschlossen), sind wieder Tickets verfügbar.
Kusama-Ausstellung: Auch Freitickets brauchen Timeslots
Das Besondere an der Kusama-Ausstellung: Man benötigt zwingend einen Timeslot, um die Ausstellung besuchen zu können. Einfach so zu erscheinen, ist so gut wie aussichtslos, wie Anne Niermann vom Museum Ludwig betont. Die Zeitfenster werden über den Shop des Museums vergeben, zu erreichen über die Ludwig-Website. Ebenfalls wichtig zu wissen: Auch Freitickets müssen hier gebucht werden.
Das betrifft Besucherinnen und Besucher, die beispielsweise an den „Kölntagen“ ins Museum wollen. Jeden ersten Donnerstag im Monat öffnen die Häuser für Kölnerinnen und Kölner mit Erstwohnsitz in der Stadt kostenlos. Der Haken bei der Kusama-Ausstellung: Die Zeitfenster sind bereits ausgebucht.
Auch Menschen mit Einschränkungen oder Pressevertreter, die ermäßigten oder freien Eintritt erhalten, müssen sich ein Zeitfenster über den Shop buchen. Den Grund für die Ermäßigung oder das Freiticket müssen sie dann am Eingang zeigen. „Es gibt einen so starken Andrang, das lässt sich leider nicht anders regeln“, erklärt Anne Niermann.
Kusama in Köln: Zu diesen Zeiten hat man die besten Chancen
Es werden auch keine weiteren Ticket-Kontingente hinzukommen. Der Museumsshop hat alle Zeiten bis zum Ende der Kusama-Ausstellung von Anfang an freigeschaltet. Der Hinweis auf der Website, bis wann ausgebucht ist, wird regelmäßig aktualisiert.
Generell lasse sich sagen, so Niermann, dass es an den Wochentagen von dienstags bis donnerstags noch länger Tickets gibt als am Freitag und den Wochenenden. Bessere Chancen hat man auch, wenn man nach dem ersten Timeslot um 10 Uhr schaut, wenn das Museum öffnet. Auch die erweiterten Öffnungszeiten in den Abendstunden sind nicht ganz so nachgefragt. Am Freitag, Samstag und Sonntag ist die Sonderausstellung bis 20 Uhr geöffnet, hierfür würde man dann den letzten Einlass um 18 Uhr buchen.
Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland in Köln
Die Besucherinnen und Besucher kommen bei weitem nicht nur aus Köln und der näheren Umgebung, so Niermann. Im Foyer sehe man immer viele große Rucksäcke und Rollkoffer. Es sind auch viele Interessierte aus den Benelux-Ländern darunter, ebenso Britinnen und Briten. Nach der Station in Köln zieht die Ausstellung weiter ins Rijksmuseum nach Amsterdam. Hier bietet sich dann noch die Chance für Kölnerinnen und Kölner, die es nicht ins Museum Ludwig geschafft haben sollten. Zuvor war die Kusama-Schau bis Januar 2026 in der Fondation Beyerle in Basel zu sehen.
Da die Ausstellung außergewöhnlich raumgreifend ist und sich sogar bis aufs Dach erstreckt, werde in Köln mehr Sicherheitspersonal als üblich eingesetzt, erklärt Niermann. Besonders in den „Infinity-Rooms“, in denen der Aufenthalt zeitlich begrenzt ist, benötigen Besucherinnen und Besucher klare Ansagen: Hier müssen die Mitarbeitenden die Zeit stoppen und freundlich darauf hinweisen, dass die Zeit für Selfies und Videos abgelaufen ist.
