Ein malerisches Mittsommerfest in Schweden wird zum grausamen Trip. Das ZDF zeigt den Kult-Horrorfilm „Midsommar“.
Der Horror im HellenZDF zeigt das gefeierte Meisterwerk „Midsommar“

«Midsommar» mit Florence Pugh und Jack Reynor: Das ZDF zeigt das Mystery-Meisterwerk in der Nacht vom 13. auf den 14. Juni.
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Was als malerisches Mittsommerfest in Schweden beginnt, entwickelt sich zu einem grausamen Trip. Der Horrorfilm „Midsommar“ läuft im ZDF und sorgt selbst bei Helligkeit für Gänsehaut.
Anders als die meisten Genrevertreter, die in Finsternis angesiedelt sind, wählt Regisseur Ari Aster für „Midsommar“ einen ungewöhnlichen Schauplatz. Die Handlung entfaltet sich beinahe ausschließlich bei Tageslicht inmitten einer traditionellen schwedischen Feier zur Sommersonnenwende. Ausgestrahlt wird die Produktion, die 2019 ihre Kinopremiere hatte, vom ZDF in der Nacht vom 13. auf den 14. Juni zwischen 2.30 Uhr und 4.45 Uhr. Im Anschluss steht der Film bis zum 14. Juli in der ZDF-Mediathek zum Abruf bereit. Abonnenten von Magenta TV können den Titel ohne zusätzliche Kosten im Rahmen ihres Pakets ansehen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die US-Amerikanerin Dani (Florence Pugh), die nach einem schweren familiären Schicksalsschlag tief trauert. Obwohl ihr Freund Christian (Jack Reynor) mit dem Gedanken spielt, die Beziehung zu beenden, stellt er ihre einzige emotionale Stütze dar. Von seinem Freundeskreis wird Dani jedoch als eine Last empfunden.
Reise nach Schweden mit fatalen Folgen
Christian, der eine Auseinandersetzung vermeiden möchte, nimmt Dani nur zögerlich auf einen Trip nach Skandinavien mit. Die Einladung für die Gruppe von amerikanischen Studierenden stammt von ihrem Kommilitonen Pelle, der sie in sein abgeschiedenes Heimatdorf in Schweden gebeten hat. Dort soll das Mittsommerfest zelebriert werden – eine Feierlichkeit, die in diesem besonderen Umfang lediglich alle 90 Jahre stattfindet.
Zunächst zeigen sich die jungen Leute aus den USA angetan von der vordergründig gastfreundlichen Kommune und den gereichten psychoaktiven Substanzen. Es dauert jedoch nicht lange, bis sie erkennen, dass sie möglicherweise selbst in ein brutales Zeremoniell verwickelt werden sollen und dass hinter der einladenden Oberfläche tiefste Abgründe lauern.
Behandelt werden im Film Themen wie dysfunktionale Beziehungen, Rauschmittel, Sexualität und das Streben nach Halt und Erlösung. Eine Schlüsselrolle spielt dabei ein Brauch, der als Senizid am Ättestupa bezeichnet wird. Die Erzählgeschwindigkeit des Films nimmt nur allmählich zu, wodurch sich die ganze Dimension des Grauens erst zum Finale hin offenbart.
Hommage an den Klassiker „The Wicker Man“
Weitgehend kann „Midsommar“ als eine moderne Adaption des britischen Kultstreifens „The Wicker Man“ von 1973 verstanden werden, in dem Christopher Lee mitwirkte. Im Gegensatz zu Großbritannien, wo der Film Teil der Popkultur ist, genießt das Werk in Deutschland hauptsächlich bei Filmkennern und Anhängern des Horrorgenres einen hohen Bekanntheitsgrad.
Der Regisseur Ari Aster, der sich bereits mit „Hereditary – Das Vermächtnis“ einen Namen machte, baut in „Midsommar“ geschickt subtile visuelle Andeutungen auf spätere Geschehnisse ein. Es handelt sich um ein Werk, das dem Publikum nachhaltig im Gedächtnis bleibt. (dpa/red)
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