Die Schauspielerin lag eine Woche im Koma infolge eines Zwischenfalls in einem Schwimmbecken.
„Die purpurnen Flüsse“-StarNadia Farès stirbt nach Badeunfall in Schwimmbad

Nadia Farès mit der ehemaligen Disco-Queen Amanda Lear im September 2025. (Archivbild)
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Die französische Schauspielerin Nadia Farès ist tot. Sie verstarb am Freitagabend im Alter von 57 Jahren im Pariser Krankenhaus La Pitié-Salpêtrière. Das berichtet „El Mundo“. Zuvor hatte sie eine Woche lang im Koma gelegen, nachdem sie bewusstlos in einem Schwimmbad in Paris aufgefunden worden war.
Ihre beiden Töchter, Cylia und Shana Chasman, machten den Todesfall öffentlich und baten zugleich um Respekt für ihre Privatsphäre. Als Ursache für das Unglück im Pool gaben sie ein „Herzproblem“ an. Die Behörden haben zwar Ermittlungen aufgenommen, derzeit liegen jedoch keine Anzeichen für eine Fremdeinwirkung vor.
Nadia Farès: „Die purpurnen Flüsse“ machten sie bekannt
Die 1968 in Marrakesch geborene Farès verbrachte ihre Kindheit in Nizza, bevor sie für ihre Karriere nach Paris zog. Nachdem sie in den 1990er-Jahren ihr Leinwanddebüt gefeiert hatte, gelang ihr 2001 der internationale Durchbruch: An der Seite von Jean Reno und Vincent Cassel wurde sie durch ihre Rolle in „Die purpurnen Flüsse“ einem breiten Publikum bekannt.
Dieser Erfolg ebnete ihr den Weg für Engagements in internationalen Produktionen wie „Rogue: The Final Showdown“ sowie in französischen Filmen wie „Das tödliche Wespennest“.
Schauspielerin hinterlässt zwei Töchter
Anschließend unterbrach sie ihre Karriere und übersiedelte in die Vereinigten Staaten. Dort führte sie ein Leben mit dem Filmproduzenten Steve Chasman, dem Vater ihrer beiden Töchter.
Nach der Trennung des Paares kam sie vor vier Jahren zurück nach Frankreich und setzte ihre Arbeit als Schauspielerin fort. Man konnte sie ab 2016 an der Seite von Gérard Depardieu in der Netflix-Produktion „Marseille“ sehen.
In einem Interview mit der französischen „Gala“ sprach Farès im Januar offen über ihre gesundheitliche Vorgeschichte, die eine Hirnoperation infolge eines Aneurysmas im Jahr 2007 sowie drei Eingriffe am Herzen umfasste. Für den kommenden September war zudem ihr Regiedebüt geplant: Ihr erster eigener Spielfilm sollte in Zusammenarbeit mit den TF1 Studios entstehen. Außerdem erzählte sie über eine neue Beziehung.
In der Filmbranche sorgte die Meldung von ihrem Ableben für große Betroffenheit. Oscar-Preisträger Jean Dujardin hob ihr Talent und ihre Freundlichkeit hervor. Auch Josiane Balasko sowie Elsa Zylberstein zeigten sich erschüttert.
