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Trotz Verriss ein HitSacha Baron Cohens Komödie „Ladies First“ stürmt Netflix-Charts

3 min
Rosamund Pike

Die gebürtige Londonerin Rosamund Pike (47) spielt die weibliche Hauptrolle in «Ladies First». (Archivbild)

Ein Macho in einer Frauenwelt: Sacha Baron Cohens neuer Film „Ladies First“ stürmt die Netflix-Charts trotz Verrissen.

In der Netflix-Produktion „Ladies First“ agieren die Schauspielstars Sacha Baron Cohen und Rosamund Pike als Hauptdarsteller. Cohen („Borat“) verkörpert einen Mann mit frauenfeindlicher Einstellung, der in einem Paralleluniversum erwacht, in welchem Frauen die Macht innehaben und sich wie Machos gebärden. Dies zeigt sich zum Beispiel darin, dass in der Werbung vor allem sexualisierte Männerkörper präsentiert werden und Cohens Charakter von Vorgesetzten sowie Kolleginnen ignoriert und sexuell belästigt wird.

Die Gender-Komödie sorgt derzeit global für intensive und kontroverse Debatten unter Nutzern von Streaming-Diensten. Obwohl der Film bei vielen Kritikern auf Ablehnung stieß, scheint er beim Publikum gut anzukommen. Innerhalb der ersten circa zehn Tage seiner Online-Verfügbarkeit erreichte die Produktion weltweit bereits rund 31 Millionen Aufrufe, wie aus den wöchentlichen Netflix-Charts hervorgeht.

Film erobert weltweit die Netflix-Charts

So generierte die Produktion, in der Pike („Gone Girl – Das perfekte Opfer“) die weibliche Hauptrolle spielt, zwischen dem 25. und 31. Mai circa 18,8 Millionen Aufrufe. Damit erreichte sie die Spitzenposition der globalen Film-Charts von Netflix. Bereits im Zeitraum vom 22. bis zum 24. Mai, direkt nach dem Start, wurden 11,9 Millionen Aufrufe gezählt.

Bei dem Film handelt es sich um eine Neuauflage der französischen Komödie „Kein Mann für leichte Stunden“ aus dem Jahr 2018. Im Original wirkten Vincent Elbaz und Marie-Sophie Ferdane mit. In der englischsprachigen Adaption ist Cohen als der Prototyp des Machos Damien zu sehen, während Pike die unter ihm leidende Mitarbeiterin Alex darstellt. Nach einer Kollision mit einem Laternenpfahl erwacht Damien in einer Realität mit vertauschten Geschlechterrollen.

Kritiker sprechen von „bequemem Feminismus“

Trotz der prominenten Besetzung und der Aktualität des Themas Geschlechtergerechtigkeit – oder vielleicht gerade deshalb – kommt aus vielen Richtungen Kritik. Die „Financial Times“ urteilte bissig: „Sacha Baron Cohen wird gleich zu Beginn der Netflix-Komödie "Ladies First" bewusstlos geschlagen – ein Film, bei dem man sich hin und wieder wünscht, es möge einem selbst ebenso ergehen.“

Die „New York Times“ befand: „Der bequeme Feminismus des Augenzwinkerns und der Rollenumkehrungen nutzt sich rasch ab.“ Auch die „Süddeutsche Zeitung“ zeigte sich enttäuscht: „Wehmut verspürt man als Zuschauer vor allem wegen der insgesamt großartigen Besetzung. Neben Baron Cohen und Pike ist ein Who’s Who der britischen Theater- und Filmkunst vertreten. Doch auch die können diesen missglückten Film nicht retten.“

Seit dem 22. Mai steht „Ladies First“ allen zahlenden Netflix-Kunden zur Verfügung. Die romantische Komödie war in der vorigen Woche in 42 Staaten der meistgesehene Film auf der Plattform, zu denen Kanada, Marokko, Israel, Frankreich, Österreich, Schweden und die Schweiz gehörten. In Deutschland musste sich die Satire nur dem Animationsfilm „G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge“ geschlagen geben. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.