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Tod der „Star Wars“-RetterinOscar-prämierte Cutterin Marcia Lucas ist gestorben

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Marcia Lucas

Marcia Lucas, damalige Ehefrau von Regisseur George Lucas (r), trägt ihre Oscar-Statuette am 4. April 1978 zu einer Party nach der Oscarverleihung im Beverly Hilton Hotel.

Ohne sie wäre „Star Wars“ nicht dasselbe gewesen: Die Oscar-prämierte Filmeditorin Marcia Lucas ist mit 80 gestorben.

Marcia Lucas, die amerikanische Filmeditorin und frühere Ehefrau von Regisseur George Lucas, ist mit 80 Jahren verstorben. Ihr Schaffen verlieh den anfänglichen „Star Wars“-Produktionen eine preiswürdige Qualität und beeinflusste zudem wichtige Filme der 1970er-Jahre, wie etwa „Taxi Driver“ von Martin Scorsese. Das Branchenmagazin „Variety“ meldete am Freitag unter Verweis auf den Anwalt der Angehörigen, dass Lucas schon Ende Mai an den Folgen einer Krebserkrankung starb.

„Ihre Arbeit war bekannt für ihre emotionale Intelligenz, Rhythmus und Humanität - eine seltene Fähigkeit, um die Wahrhaftigkeit einer Szene ausfindig zu machen und Herz, Momentum und Klarheit auf die Leinwand zu bringen“, wird aus der Erklärung der Familie zitiert. Ebenso bekundete die von George Lucas ins Leben gerufene Produktionsfirma Lucasfilm ihre Anteilnahme und schloss sich der weltweiten Filmcommunity im Gedenken an Marcia Lucas an.

Maßgeblicher Einfluss auf die „Star Wars“-Handlung

Die aus Kalifornien stammende Cutterin war dem Magazin „Variety“ zufolge in den Jahren 1969 bis 1983 mit dem Schöpfer von „Star Wars“, George Lucas, verheiratet. Sie wurde für die Nachbearbeitung des ersten Teils der Weltraumsaga engagiert, nachdem ihr damaliger Ehemann realisierte, dass sein Werk eine grundlegende Neubearbeitung benötigte.

Da ihre Meinung für George Lucas von großer Bedeutung war, lieferte sie wesentliche Anregungen für die Geschichte des Films. Das Fachblatt berichtet mit Verweis auf Äußerungen von George Lucas sowie dem Luke-Skywalker-Akteur Mark Hamill, dass der Vorschlag, die Figur des Obi-Wan Kenobi auf dem Todesstern ums Leben kommen zu lassen, von ihr stammte. Ferner wurde der ikonisch gewordene Kuss zwischen Luke und Prinzessin Leia aufgrund ihres Zuspruchs in der Endfassung beibehalten.

Auszeichnung für Montage von „Eine neue Hoffnung“

Eine zentrale Funktion in der Nachbearbeitung kommt den Filmeditoren (oder Cuttern) zu, die das bei den Dreharbeiten entstandene Rohmaterial zu einem kohärenten Film komponieren. Lucas erhielt 1978 zusammen mit ihren Kollegen Richard Chew und Paul Hirsch einen Oscar für die Montage von „Star Wars: Eine neue Hoffnung“. Später war sie an zusätzlichen Projekten von Lucasfilm beteiligt, zu denen die „Star Wars“-Fortsetzungen „Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ zählten.

Ihre Herangehensweise an die Arbeit beschrieb sie laut einem Nachruf von Lucasfilm einst mit den Worten: „Ich besitze die angeborene Fähigkeit, gutes Material zu nehmen und es noch besser zu machen – und schlechtes Material zu nehmen und es zumindest passabel zu gestalten.“ Aus der Ehe von Marcia und George Lucas ging eine Tochter hervor. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.