Nach millionenschwerer Restaurierung ist der DDR-Kultzug SVT Görlitz wieder fahrbereit und soll für Sonderfahrten eingesetzt werden.
Historischer Zug restauriertSVT Görlitz fährt nach millionenschwerer Sanierung ins Rheintal

Willkommensfest für einen Zug-Oldtimer: Zahlreiche Schaulustige haben in Radebeul den historischen Schnellzug in Empfang genommen.
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Die Wiederinbetriebnahme des geschichtsträchtigen Expresszugs SVT Görlitz wurde von zahlreichen Zugliebhabern in Radebeul zelebriert. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein früheres Aushängeschild der Deutschen Reichsbahn für den internationalen Reiseverkehr aus dem Baujahr 1968. Die umfassende Instandsetzung erstreckte sich über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren.
Der finanzielle Aufwand für die Restaurierung des Zugs, der sich durch seine aerodynamische Vorderseite und charakteristische Form auszeichnet, wird auf rund sieben Millionen Euro beziffert. Vor hunderten von Zuschauern wurde der Triebwagen im Harz am Samstag offiziell übergeben und absolvierte anschließend seine Jungfernfahrt nach Magdeburg mit Rückkehr nach Halberstadt.
Wiederaufnahme des Fahrbetriebs
Die Reise des Zuges wurde am darauffolgenden Sonntag von Halberstadt aus fortgesetzt. Die Route führte über Halle sowie Leipzig bis nach Radebeul, wo dem Fahrzeug ein feierlicher Empfang bereitet wurde.
Zukünftige Spezialfahrten vorgesehen
In Zukunft soll der Triebwagen für regelmäßige Spezialfahrten eingesetzt werden, wie Mario Lieb von der SVT Görlitz gGmbH erklärte. Zu den vorgesehenen Zielen gehören unter anderem Prag, Karlsbad, das Rheintal sowie Hamburg und Sylt. Eine besondere Fahrt findet am 28. Juni statt, wenn der Zug Anhänger der Musikgruppe Keimzeit von Dresden zu einem Auftritt nach Cottbus transportiert.
Die Herstellung dieser Baureihe in den 1960er-Jahren umfasste insgesamt acht Einheiten. Für den Schnelltriebwagen war eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern in der Stunde zulässig. Zu den früheren Verbindungen, die mit dem Zug bedient wurden, zählten unter anderem die Strecken von Berlin nach Prag und Wien. (dpa/red)
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