Köln – Als vor gut vier Jahren „Das Mädchen mit der roten Kappe“ im Kölner Künstler Theater Premiere feierte, bekam das Stück von Georg Zum Kley tolle Kritiken. Mit der Geschichte eines Kölner Hutladens wird der Antisemitismus während der Nazizeit sensibel und intelligent thematisiert.
Doch nun erlebt das Kindertheater in Ehrenfeld immer wieder, dass Auftritte außerhalb von Köln, etwa an Schulen, abgesagt werden. „Da traue ich mich nicht ran“ sei eine der Begründungen von Lehrerinnen und Lehrern, die sicherlich abstruseste: „Der Nationalsozialismus ist kein Thema für die multikulturelle Gesellschaft.“ Im Theater ist man aufgrund solcher Aussagen „fassungslos“ und es sei „erschreckend, dass immer mehr Schulen Angst vor den Themen Antisemitismus und Nationalsozialismus haben“.
Aus diesem Grund hat das KKT eine Diskussionsveranstaltung organisiert, die an die nächste Abendveranstaltung des „Mädchen mit der roten Kappe“ am 28.1., 19 Uhr, stattfindet. Teilnehmer sind unter anderem Bassam Ghazi (Import Export Kollektiv/Schauspiel Köln) und Barbara Kaufmann vom NS-Dokumentationszentrum. (EB)
