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Trauer beim Kölner SenderFrüherer ARD-Korrespondent Albrecht Reinhardt gestorben

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Albrecht Reinhardt bei seiner Verabschiedung im Jahr 2007. Der langjährige ARD-Korrespondent ist im Alter von 81 Jahren gestorben.

Albrecht Reinhardt bei seiner Verabschiedung im Jahr 2007. Der langjährige ARD-Korrespondent ist im Alter von 81 Jahren gestorben.

Der langjährige ARD-Korrespondent und frühere stellvertretende WDR-Chefredakteur ist im Alter von 81 Jahren, wie der Kölner Sender mitteilte.

Trauer beim WDR: Der langjährige ARD-Auslandskorrespondent, frühere stellvertretende WDR-Chefredakteur und Leiter des ARD-Studios Moskau, Albrecht Reinhardt, ist nach Angaben des Kölner Senders am 27. September im Alter von 81 Jahren gestorben. Am 4. Oktober wäre Reinhardt 82 Jahre alt geworden.

„Albrecht Reinhardt hat über eine lange Zeit die Auslandsberichterstattung des WDR geprägt, als Leiter der Auslandsabteilung, stellvertretender Chefredakteur, Korrespondent in Moskau, Warschau und Nairobi“, erklärte der WDR-Programmdirektor Information, Fiktion und Unterhaltung, Ingmar Cario. Er sei mit seinen „herausragenden Kenntnissen und seiner zugewandten Art“ als Journalist und Führungskraft „Vorbild für viele Kolleginnen und Kollegen“ gewesen.

Reinhardt berichtete nach Angaben des WDR über die Umbrüche in Osteuropa, über Kriege und Krisen in Afrika und über die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Russland. Neben der aktuellen Berichterstattung seien es vorwiegend Reportagen über Land und Leute gewesen, die ihn interessierten.

WDR trauert um Albrecht Reinhardt: „Eigene Arbeit kritisch hinterfragt“

Der langjährige Korrespondent sei ein Journalist gewesen, „der auch die eigene Arbeit kritisch hinterfragte“, heißt es in der Pressemitteilung des Senders. Während des Kosovokrieges 1999 habe sich Reinhardt etwa öffentlich mit der Kriegsberichterstattung auseinandergesetzt.

So habe Reinhardt die Informationspolitik der Bundesregierung kritisiert und davor gewarnt, militärische Sprachregelungen unkritisch zu übernehmen, erklärte der WDR. Auch dass kritische Fragen an die eigene Regierung als Parteinahme für den Kriegsgegner verstanden wurden, hielt er demnach für eine gefährliche Entwicklung.

Albrecht Reinhardt moderierte lange den „Weltspiegel“

Nach seinem Geschichtsstudium in Köln und Bonn kam Reinhardt Mitte der 1970er-Jahre zum WDR. Dort arbeitete er zunächst im Landesprogramm und für das politische Fernsehmagazin „Monitor“. Im August 1994 übernahm er die Leitung der Programmgruppe Aktuell (Fernsehen) bei dem Sender. Zu seinem Verantwortungsbereich gehörte unter anderem die Kölner Tagesschau-Redaktion. 1997 wurde er stellvertretender Chefredakteur und Leiter der Programmgruppe Ausland. Mehrere Jahre moderierte er auch den „Weltspiegel“.

Im Jahr 2002 ging Reinhardt dann noch einmal als Korrespondent nach Moskau und übernahm dort die Leitung des ARD‑Studios. Bis zu seinem Ruhestand 2007 berichtete er aus Russland und den ehemaligen Sowjetrepubliken. Zu seinen letzten größeren Arbeiten gehörte nach Senderangaben die zweiteilige Reisereportage „Auf der Transsib – Von Moskau nach Peking“. (das)