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Twitter-HoaxDieser Mann stirbt immer und immer wieder

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Alfonso Toter Twitter Anschläge

Diese Mann stirbt immer wieder im Social Media.

"Mein Bruder ist mitgereist. Ich sorge mich um sein Leben. Bitte helft mir", schreibt ein Twitter-User am 19. Mai, dem Tag als die Egyptair-Maschine ins Mittelmeer stürzte. Mehrfach wird der Tweet geteilt, auch andere User wollen bei der Suche nach dem vermeintlichen Bruder helfen. Doch der Mann auf dem Foto ist womöglich gar nicht unter den Opfern des Anschlags gewesen.

Zumindest nicht, wenn man auf spätere Twitter-Meldungen mit demselben aufmerksam geworden ist. Demnach soll er nämlich rund einen Monat später bei dem nächsten großen Unglück unter den Vermissten sein.

Diesmal schreibt jemand auf Twitter: "Mein Cousin war am Istanbul-Flughafen, er ist Mexikaner. Teilt mir bitte mit, wie es ihm geht." Erneut mit dem Bild des Unbekannten angehängt.

Noch kurioser wird es bei dem nächsten Fall: Die New York Times hat am 12. Juni über das Attentat in einem LGBTQ*-Club in Orlando berichtet. Dabei zeigten sie unter anderem in einem Video vermeintliche Opfer. Mit dabei: Wieder der unbekannte Mann, der auch schon in Istanbul und der Egyptair-Maschine ums Leben gekommen sein soll.

Wer ist der vermeintlich Tote?

Mittlerweile hat die New York Times die Sequenz mit dem Mann aus dem Video herausgenommen und einen Vermerk hinzugefügt, dass sie die Authentizität des Bildes prüfen müssen.

Doch wer ist der Mann, der von Twitter-Nutzern für tot erklärt wird? Diese Frage hat sich auch der französische Sender „France24" gestellt. Dafür schrieben sie die Vebreiter der Todesmeldungen an. Als Antwort bekamen sie, es handel sich dabei um Rache. Der Unbekannte habe mehrere Menschen um Geld betrogen. Deswegen habe man sich dazu entschieden, das Foto online zu posten.

Betroffener Mann hat Medien gebeten, sei Foto zu löschen

Auch hat France24 Kontakt zu dem Mann auf den Bildern aufgenommen. "Wir haben uns dazu entschieden, seinen echten Namen nicht zu veröffentlichen", schreiben sie in ihrem Artikel. Aber auch er habe die Umstände mit dem Rechtsstreit bestätigt. Außerdem habe er bereits verschiedene Medien wie die New York Times kontaktiert und gebeten, sein Foto zu löschen.