Zwei Männer entdecken auf einer musikalischen Reise ihre Gefühle füreinander. Das Liebesdrama mit Paul Mescal und Josh O'Connor kommt am 9. April ins Kino.
Zwei Stars, eine LiebePaul Mescal und Josh O'Connor überzeugen als Liebespaar

Der irische Schauspieler Paul Mescal hat weltweit eine große Fan-Gemeinde errungen. (Archivbild)
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Im Zentrum des Films „The History of Sound“ steht die aufkeimende Liebe zwischen zwei Männern, die gemeinsam die Musikwelt erforschen. Unmittelbar nach der Zeit des Ersten Weltkriegs kommt es in Boston zu einer zufälligen Begegnung zwischen dem Musikstudenten Lionel (Paul Mescal) und dem Komponisten David (Josh O'Connor). Aus diesem Treffen entsteht eine tiefe Verbundenheit, die ab dem 9. April auf den deutschen Leinwänden zu erleben ist.
Eine Zeit lang reisen sie zusammen durch die Region, um traditionelle Volksmusik aufzuzeichnen. Ihre bedeutendste Entdeckung ist dabei jedoch die Intensität der Emotionen, die sie füreinander entwickeln. Diese Gefühle werden für Lionel, der in späteren Jahren von Chris Cooper gespielt wird, eine wichtige Stütze sein, als ihm nur noch seine Erinnerungen bleiben.
Starke Besetzung mit Mescal und O'Connor
Paul Mescal, ein irischer Darsteller, hat durch seine Auftritte in Filmen wie „All of Us Strangers“, „Gladiator II“ und „Hamnet“ eine beachtliche Anhängerschaft gewonnen. Auch sein Kollege Josh O'Connor, der durch „The Crown“ und „Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery“ Bekanntheit erlangte, gehört zu den meistgefragten Schauspielern seiner Generation. Beide sind beim Publikum sehr beliebt. Laut dpa erscheint es deshalb als kluger Schachzug, genau diese beiden als Liebespaar zu casten. Diese Konstellation dürfte dem Werk zusätzliche Publizität sichern. In der Romanverfilmung beeindrucken die beiden Stars durch eine Kombination aus Feingefühl und physischer Präsenz. Sie vermitteln die Gefühlswelt der Charaktere durch subtile Gesten, wie ein Lächeln oder einen kurzen Blick.
Inszenierung setzt auf Hochglanz-Ästhetik
Die Wucht ihrer schauspielerischen Leistung verhindert, dass die Handlung sentimental wird. Das erweist sich mitunter als notwendig, da die Regie des Südafrikaners Oliver Hermanus („Living – Einmal wirklich leben“) mit makellosen Bildern und einer ausgefeilten Tonspur teilweise sehr direkt auf eine emotionale Überwältigung der Zuschauer abzielt.
Diese visuelle Gestaltung passt allerdings nicht vollständig zum literarischen Original. Die Basis bildet eine kurze Novelle von US-Autor Ben Shattuck, die letztes Jahr als „Die Geschichte des Klangs“ publiziert wurde. Das Buch zeichnet sich durch einen einfachen, geradlinigen und gleichzeitig philosophisch tiefen Sprachstil aus.
Unterschiede zwischen Buch und Film
Im Buch wird die Sexualität zum Beispiel nicht offen zur Schau gestellt. Im Gegensatz dazu erscheinen manche Filmszenen diesbezüglich etwas plakativ. Verwunderung ruft außerdem hervor, dass Paul Mescal (Ende 20) und Josh O'Connor (über 30) zum Zeitpunkt der Produktion schon etwas zu alt für ihre Charaktere erscheinen.
Ben Shattuck hat das Drehbuch für den Film selbst geschrieben, was in der Filmwelt häufig als Risiko betrachtet wird. „The History Of Sound“ scheint diese Einschätzung zu bekräftigen. Es entsteht der Eindruck, Shattuck konnte sich nicht ausreichend von seiner eigenen Vorlage lösen, um die für das Kino erforderliche Dynamik zu erzeugen. Zuschauer ohne Kenntnis des Buches werden diesen Aspekt aber wohl kaum wahrnehmen.
Fazit erinnert an „Brokeback Mountain“
Zuschauer, die ruhige Erzählweisen schätzen, werden den Film genießen. Die Geschichte und die Leistung der beiden Hauptdarsteller rufen Erinnerungen an den erfolgreichen Kinofilm „Brokeback Mountain“ von 2005 hervor. Die Ähnlichkeiten sind deutlich, aber um die Spannung zu wahren, wird nicht mehr dazu gesagt. (red)
Man verlässt das Kino nicht mit revolutionären Erkenntnissen, aber mit vielen anregenden Gedanken. Besonders die Einsicht, dass man das eigene Glück in wichtigen Momenten oft nicht wahrnimmt, bleibt haften. Diese Realisation stellt sich häufig erst lange Zeit später ein. Der Film appelliert daran, den Wert solcher Erinnerungen zu bewahren. Es ist ratsam, Taschentücher griffbereit zu haben. (red)
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