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Haus-Vorster-WaldBestatter eröffnet ersten Trauerwald in Leichlingen

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In Leichlingen wird im Dezember der erste Trauerwald eröffnet. (Symbolbild)

In Leichlingen wird im Dezember der erste Trauerwald eröffnet. (Symbolbild)

Verstorbene sollen in zersetzbaren Urnen zwei Meter entfernt von einem Baumstamm beigesetzt werden.

Schon 2018 stellten die Beteiligten der Öffentlichkeit ihre Idee erstmals vor, jetzt ist das Projekt in die Tat umgesetzt: Wie der Leichlinger Bestatter Ralf Aschenbroich jetzt mitteilt, eröffnet sein Unternehmen, die Aschenbroich GbR, im Dezember den ersten Trauerwald in Leichlingen, und zwar im Haus Vorster Wald.

Ein „besonderer Ort, an dem sich Natur, Abschied und Erinnerung verbinden“ soll der Trauerwald werden. Ein Ort, an dem Angehörige „innehalten, ihrer Verstorbenen gedenken und Trost in der Natur finden können“, heißt es. Auf dem dafür vorgesehenen, zehn Hektar großen Gelände stehen mächtige Eichen und Buchen.

Bei der Vorstellung der Idee 2018: Bestatter Ralf Aschenbroich (von rechts) mit Bürgermeister Frank Steffes und Landwirt Karl-Otto Dickhoven als Beauftragtem des Eigentümers Graf Mirbach von Harff an einem der Bäume des künftigen Friedwaldes im Vorster Busch. (Archivbild)

Bei der Vorstellung der Idee 2018: Bestatter Ralf Aschenbroich (von rechts) mit dem damaligen Bürgermeister Frank Steffes und Landwirt Karl-Otto Dickhoven als Beauftragtem des Eigentümers Graf Mirbach von Harff an einem der Bäume des künftigen Friedwaldes im Vorster Busch. (Archivbild)

Der Bestatter sagt: „Immer mehr Menschen wünschen sich eine Bestattungsform, die Natürlichkeit, Schlichtheit und Individualität miteinander verbindet.“ Eine Bestattung im Wald gebe die Möglichkeit, „die letzte Ruhestätte in einer gewachsenen natürlichen Umgebung zu finden“.

Wer im Trauerwald beerdigt wird, wird in einer zersetzbaren, umweltschonenden Urne beigesetzt, zwei Meter entfernt von einem Baum. Der jeweilige Baum bekommt zur Wiedererkennung eine Nummer. Wenn gewünscht, können Angehörige einen kleinen Gedenkstein aufstellen. Unter bestimmten Vorgaben können sich die Menschen einen Baum aussuchen, teilt Aschenbroich mit. Der Trauerwald soll jederzeit frei zugänglich sein.

Ralf Aschenbroich kündigt an, dass man Trauerfeiern unter freiem Himmel ermöglichen wolle. Und: „Zentral wird es einen kleinen Platz mit Holzbänken und Kreuz geben.“ Bestattungen sollen montags bis freitags möglich sein. Im Mittelpunkt des Angebots stehen laut dem Bestatter, „eine würdevolle Bestattung, eine friedvolle Atmosphäre und die Möglichkeit, Erinnerungen auf persönliche Weise lebendig zu halten“.

Aschenbroich will rechtzeitig vor der Eröffnung weitere Informationen zu Bestattungsmöglichkeiten und Beratungsterminen bereitstellen.

Zur Aschenbroich GbR gehören Ralf Aschenbroich, seine Frau Melanie sowie Sohn Nils. Eigentümerin des Haus-Vorster-Waldes ist die Familie Mirbach-Harff.