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HandelWas die Stadt Leichlingen gegen den Leerstand plant

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Leerstand an der Kirchstraße: In den Räumen hatte mal ein Küchenstudio seine Heimat.

Leerstand an der Kirchstraße: In den Räumen hatte mal ein Küchenstudio seine Heimat.

Wirtschaftsförderin Rabea Küpper will keine leeren Ladenlokale in der Blütenstadt.

Drei Jahre ist es her, dass die Stadtverwaltung das letzte Mal eine offizielle Leerstandserfassung veröffentlicht hat. Also sozusagen eine Liste mit leer stehenden Ladenlokalen in der Stadt. Zuletzt hatte Wirtschaftsförderin Rabea Küpper der Leichlinger Politik eine eben solche Liste im Ausschuss vorgelegt. Abgesehen davon, dass die Mandatsträgerinnen und Mandatsträger ihren Aussagen zufolge etwas mehr erwartet hätten als eine bloße Auflistung, dürfte die Erkenntnis auch schon vorher klar gewesen sein: Auch die Blütenstadt hat damit zu kämpfen, dass leer stehende Räume von Gewerbetreibenden nicht wieder besetzt werden.

Allerdings, so sagt Küpper im Gespräch mit dem „Leverkusener Anzeiger“, sei die Lage in Leichlingen noch „relativ überschaubar“. Will heißen: Es gibt noch Neueröffnungen in der Innenstadt, so Küpper, und nennt als Beispiel „Christines Art-ccessoires“ in der Gartenstraße oder das „Café La France“ in der Brückenstraße.

Inhabergeführte Läden laufen noch gut

Grundsätzlich habe man in Leichlingen einen guten Mix, findet die Wirtschaftsförderin. Besonders in der Innenstadt, da sei die Handelslandschaft divers aufgestellt. Küpper legt Wert auf die Feststellung, dass es noch viele inhabergeführte Läden gebe – die „Kinderkiste“ oder „Herzdame“. Auch in Witzhelden laufe der Handel gut, meint sie.

Leerstand sei eher ein Problem in den Randbereichen der Stadt. Dennoch muss die Wirtschaftsförderin zugeben – und das beweist auch ihre vorgelegte Liste –, dass sie hofft, noch Gewerbetreibende für Lokale beispielsweise in der Brückenstraße oder im Brückerfeld zu finden. Denn natürlich hat auch Leichlingen mit demselben Problem zu kämpfen, das alle Stadtentwickler umtreibt: „Der Internethandel ist nun mal ein großer Konkurrent.“

Rabea Küppers Aufgabe als Wirtschaftsförderin ist es vor allem, als Vermittlerin zu agieren. Wenn es ein leeres Ladenlokal gibt und sie von Mietwilligen weiß, versucht sie, beide Parteien zusammenzubringen. Sie sei viel im Gespräch, sagt sie. Dazu kommen Aktionen: die Gutscheinkarte oder verkaufsoffene Sonntage. Damit versuchen Küpper und die Verwaltung, Menschen zum Einkaufen in die Stadt zu bekommen.

Auch Pop-up-Aktionen in leer stehenden Räumen, wie es zuletzt im Ausschuss gefordert wurde, gehören zum Repertoire. Küpper stößt bisweilen ab und zu an Grenzen: „Wenn Eigentümer nicht vermieten wollen, kann ich nichts machen.“ Was sie aber machen kann, ist, den richtigen Rahmen dafür zu schaffen. „Das Drumherum muss stimmen“, nennt Küpper das. Das heißt: Stadtentwicklung mit all ihren Facetten von Neuansiedlungen, Aufenthaltsqualität, Verkehrsanbindung und Park- beziehungsweise ÖPNV-Möglichkeiten so zu gestalten, dass es sich für Händlerinnen und Händler lohnt. Zu hohe Mieten, so sei ihre Erfahrung, spielen in Leichlingen eher keine Rolle.