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UnterbüscherhofLeichlinger Politik erwartet verkleinerte Planung für Wohngebiet

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In Unterbüscherhof soll ein neues Wohngebiet entstehen. Dort, wo früher einmal die Firma „S+S Armaturen“ saß.

In Unterbüscherhof soll ein neues Wohngebiet entstehen. Dort, wo früher einmal die Firma „S+S Armaturen“ saß.

Die Dornieden-Gruppe will im Leichlinger Osten 30 Wohneinheiten in 27 Häusern bauen. Zu viel, finden sowohl Anwohner als auch Politiker.

Die Pläne der Dornieden-Gruppe für ein neues Wohngebiet in Unterbüscherhof stoßen auf Widerstand: zu groß, zu viel Verkehr, zu wenig Parkplätze – so lassen sich die Bedenken zusammenfassen, die am Montagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Tourismus (SWT) geäußert wurden.

Dornieden will über ihre Tochterfirma Vista-Reihenhaus im Leichlinger Osten, wo bis 2013 „S+S Armaturen“ saß, in 27 Häusern 30 Wohneinheiten errichten. 16 Doppel- und zehn Reihenhäuser soll es geben, inklusive geförderten Wohnraums, dazu ein Mehrfamilienhaus mit vier bis fünf Wohnungen.

Darüber, auf dem knapp 8000 Quadratmeter großen Gelände Wohnraum zu schaffen, sind sich alle einig. So zumindest der Tenor im Ausschuss. Allerdings nicht in dieser Dimension, wie alle sich äußernden Politikerinnen und Politiker deutlich machten. Und dabei beriefen sich die Mandatsträger auch auf Stimmen aus der unmittelbaren Anwohnerschaft.

Treffen mit Anwohnern

Patrick Stender (SPD) berichtete davon, dass sich die Fraktion das Gebiet mit Nachbarinnen und Nachbarn angesehen hätte. Die Stimmung sei nicht positiv, formulierte er im Ausschuss vorsichtig. Die Menschen seien zwar für ein Wohngebiet und gegen eine Industriebrache, „aber nicht in dem Umfang“. Und man sorge sich wegen steigender Verkehrsbelastung. Das war auch die Botschaft, die CDU-Fraktionschef Helmut Wagner auf dem Pumpenfest in Unterbüscherhof gehört hatte. 27 Häuser seien zu viel, sagte er. Seine Fraktion sehe eine Grenze eher bei 20. Er forderte, die Planungen abzuspecken.

Zustimmung bekam er dafür auch von Martin Steinhäuser (BWL). Seine Fraktion denke sogar eher an eine Halbierung der Häuserzahl. Der BWL-Fraktionschef ging noch einmal auf das Thema Verkehr ein. Den Schätzungen des Planungsbüros, das einem Gutachten nach mit 200 bis 300 zusätzlichen Fahrten am Tag dort kalkuliert, konnte Steinhäuser nicht so recht glauben: „Da werden mehr Autos fahren“, prognostizierte er. Und: Die Parkplätze reichten nicht aus. Das sah auch Katharina Bischof (Volt) so. Besonders für Gäste gebe es in den aktuellen Planungen zu wenig Stellplätze. Sie brachte die Idee, Carsharing einzurichten, ins Spiel.

Den Politikerinnen und Politikern im Ausschuss ist zudem die Quote für geförderten Wohnraum zu gering. Auf 20 Prozent bezifferten die Planer den Anteil an günstigeren Wohnungen in Unterbüscherhof. Wolfgang Müller-Breuer von den Grünen betonte: „Wir brauchen dringend bezahlbaren Wohnraum“, weshalb er 30 Prozent wolle. Das hatte Helmug Wagner für die CDU zuvor auch schon gefordert.

Die Planer nahmen im Ausschuss zu den Bedenken Stellung: „Stadtplanung ist immer Interessenausgleich“, merkte einer an. Man wolle das Grundstück, das jetzt zum großen Teil versiegelt sei, nicht maßlos verdichten. Aber es sei wohl möglich, weiteren geförderten Wohnungsbau zu integrieren. „Das Konzept steht den 30 Prozent nicht entgegen“, sagte ein Planer. Es sei auch noch möglich, die Zahl der Stellplätze zu verdichten. Der Planer merkte allerdings auch an: Sollte die Vista-Reihenhaus für die Dornieden-Gruppe weniger Wohneinheiten bauen, liefe es auf mehr freistehende Einfamilienhäuser hinaus. Die seien wiederum teurer.

Auf Vorschlag des Ausschussvorsitzenden Dominik Laufs vertagten die SWT-Mitglieder den Antrag für den Bebauungsplan in den Rat am 7. Oktober in der Hoffnung auf eine überarbeitete Planung.