Am verkaufsoffenen Sonntag sorgte das Klikks-Netzwerk mit seinen Verkehrszeichen für Aufmerksamkeit.
FrühlingsfestLeichlinger Netzwerk nutzt Verkehrsschilder für Botschaften

Friedrich Rohdenburg (l) und Hans-Peter Stupp mit den Verkehrsschildern für nachhaltiges Verhalten.
Copyright: Semih Kaja
Karussell, Essensstände, Blumenmarkt – all das ist normal für ein Frühlingsfest, wie es am Wochenende in der Fußgängerzone im Brückerfeld in Leichlingen stattgefunden hat. Aber überklebte Halteverbotsschilder mit Umweltbotschaften? Das ist neu.
Verantwortlich dafür war das Leichlinger Klimaschutznetzwerk „Klikks“. Die Initiative hat ein Gesprächsformat in die Innenstadt gebracht. Mit zwölf Verkehrszeichen wurden Menschen darauf hingewiesen, wie man ganz einfach selbst für ein besseres Klima sorgen kann. Die Hinweise wurden dabei auf Halteverbotsschildern befestigt. An den einzelnen Stationen konnten Menschen stehen bleiben und sich mit anderen über die Hinweise unterhalten.
Zwölf Hinweise für besseren Klimaschutz
Hans-Peter Stupp und Friedrich Rohdenburg von der Klimaschutz-Initiative haben dabei die Bürgerinnen und Bürger durch die Stationen begleitet und ihnen zusätzliche Tipps gegeben. Stupp erklärt, dass Klimaschutz oft negativ konnotiert sei, dabei trage man durch aktiven Klimaschutz zu einem besseren Leben bei.
Die Hinweise des Netzwerks seien auch bewusst einfach gehalten und für Menschen leicht in den Alltag zu integrieren. So stehen auf den Schildern Tipps wie: „Sachen recyceln“ oder „keine Lebensmittel mit vielen Chemikalien kaufen“. Selbst kleine Dinge würden einen großen Unterschied machen, so Stupp. Er berichtete, wie er selbst ein großes Bewusstsein für Natur entwickelt habe, nachdem er wandern gewesen war.
Eigentlich seien viele der Ratschläge des Netzwerks, wie beispielsweise Müll aufzusammeln, Selbstverständlichkeiten. Man wolle die Menschen nur an diese erinnern, erklärt Stupp die Aktion. Er fügte hinzu, man wolle mit den Hinweisen „nicht mit dem Finger auf die Menschen zeigen“ und sie anweisen, besser zu werden. Ziel der Aktion sei es einfach, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und ein größeres Bewusstsein für den Klimaschutz zu schaffen.
Stupp ergänzte auch, dass es ein langfristiges Ziel sei, das Bewusstsein für das Klima als „Mainstream“ zu etablieren. Das könnte aber noch eine Weile dauern, denn obwohl es grundsätzlich Interessierte gibt, die sich genauer mit den Aktionen beschäftigen, sei es schwierig, generell uninteressierte Menschen dazu zu gewinnen.