In Leverkusen, Leichlingen und Burscheid gibt es die Möglichkeit, günstig und legal an Maibäume zu kommen.
Maibäume in Leverkusen, Leichlingen und BurscheidLegal zur Birke für die Liebste

Traditionell werden Maibäume mit buntem Kreppband und Herzen versehen.
Copyright: Alexander Schwaiger
Es ist bald wieder so weit: Am 30. April ziehen wieder junge Männer aus, um ihren Herzdamen einen Maibaum aufzustellen. Die Tradition reicht bis ins Mittelalter zurück – die Probleme, die damit einhergehen, sind ähnlich alt. Ein Überblick über die Möglichkeiten, in der Region legal an Maibäume zu kommen, und die Regeln, die für das Aufstellen gelten.
Hier bekommt man einen Maibaum
Leverkusen: Das Forstamt bietet in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, einen Maibaum zu kaufen. Am 30. April von 16 bis 18 Uhr findet der alljährliche Maibaumverkauf am Eingang des Neulandparks (Nobelstraße 91, 51373 Leverkusen) statt. Der Preis beträgt zehn Euro pro Baum.
Leichlingen: Das Forstrevier Leichlingen verkauft am 30. April zwischen 16 und 18 Uhr Maibäume für zehn Euro das Stück. Treffpunkt ist die Opladener Straße 100 in Monheim (Blauer Kran).
Die Junge Union Leichlingen verschenkt auch in diesem Jahr wieder Maibäume. Am 30. April werden um 15 Uhr im Brückerfeld die Maibäume verteilt. Die Anzahl ist begrenzt, es lohnt sich also, schnell zu sein.
Burscheid: Die FBG Burscheid verkauft am Donnerstag, 30. April, zwischen 14 und 18 Uhr frisch geschlagene Maibäume. Treffpunkt ist die B51 neben dem Hanscheider Hof. Ein Maibaum kostet zehn Euro, die Bezahlung erfolgt ausschließlich bar.
Regeln und Vorschriften
Es gibt einige Vorschriften, auf die die Verliebten achten müssen, damit die Tradition nicht teuer endet. Maibäume ohne Genehmigung selbst zu schlagen, gilt als Diebstahl und kann in NRW mit bis zu 7500 Euro Geldstrafe geahndet werden.
Beim Transport muss man beachten, dass der Baum und das Fahrzeug zusammen nicht breiter als 2,55 Meter und nicht höher als vier Meter sein dürfen. Bei Transportstrecken unter 100 Kilometern darf der Baum bis zu drei Metern hinausragen. Wenn der Baum mindestens einen Meter hinausragt, muss er mit einer roten Fahne markiert werden. Es muss auch beachtet werden, dass das Kennzeichen und die Rückbeleuchtung nicht von dem Baum bedeckt werden.
Beim Aufstellen sollten die Verliebten unbedingt darauf achten, keine Verkehrszeichen zu bedecken und den Gehsteig frei begehbar zu lassen. Außerdem sollte man keine Maibäume auf Privatgrundstücken stellen, ohne vorher eine Genehmigung einzuholen.
Maibäume weiterverwenden
Geschlagene Maibäume kann man als Brennholz weiterverwenden. Dafür kann man den Baum in kleinere Stücke zersägen und entweder selbst als Brennholz nutzen oder weitergeben. Im Garten kann man aus dem Baum Totholzzäune errichten, die als Behausung für kleine Gartentiere dienen können.
Kleine Bäume in Töpfen können im Garten oder auf dem Balkon weiterwachsen. Zur Kontrolle des Längenwachstums kann man die Bäume beschneiden. Zudem kann man die Bäume auch auswildern. Dafür bietet das zuständige Forstamt weitere Informationen (bergisches-land@wald-und-holz.nrw.de).