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Neubau für die WehrEine Hochspannungsleitung war in Waldbröl nur kurz ein Hindernis

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Christoph Peikert von der Waldbröler Stadtverwaltung erklärt den Fortgang der Bauarbeiten am Feuerwehrgerätehaus in der Ortschaft Heide.

Christoph Peikert von der Waldbröler Stadtverwaltung erklärt den Fortgang der Bauarbeiten am Feuerwehrgerätehaus in der Ortschaft Heide.

In der Ortschaft Heide wächst das Gerätehaus für die örtliche Löschgruppe. Bisher laufen die Arbeiten an der Hochwalder Straße nahezu problemlos.

Wer hoch hinaus und in die Höhe bauen will, der stößt schon mal an eine Hochspannungsleitung, so wie neulich in der Waldbröler Ortschaft Heide: Dort lässt die Stadt ein neues Gerätehaus für die örtliche Löschgruppe errichten. „Und dabei hing uns eben eine solche Leitung im Weg“, berichtete Christoph Peikert vom Gebäudemanagement der Stadt jetzt Mitgliedern des Ausschusses für Bauen und Verkehr. Die hatten sich in der kleinen Ortschaft versammelt, um sich auf der Baustelle umzusehen.

Seit dem Beginn der Arbeiten im vergangenen März wächst dort der Neubau zügig – nachdem eben jene Leitung kurzerhand gekappt worden war, dafür dankte Peikert der Aggerenergie.

Zurzeit ragt dort das Betongerippe der Fahrzeughalle mit ihren vier Stellplätzen in die Höhe. „Unten drunter sind wir fertig“, sagte Peikert und sprach von den Kanälen ebenso wie von den Schächten, in die nachher die Beleuchtung des Geländes eingelassen wird. Dieses misst rund 3400 Quadratmeter und erhält zwei Zugänge: Einen für die Autos der Wehrkräfte bei der Anfahrt und einen fürs Ausrücken der Einsatzfahrzeuge. In der kommenden Woche, so Waldbröls Gebäudeverwalter, würden in Heide die letzten Fertigteile abgeliefert, so auch das Dach der Fahrzeughalle.

Das alte Gebäude in Waldbröl-Heide soll vermietet oder verpachtet werden

Rund 2,7 Millionen Euro kostet das Gebäude – das zweite dieser Art, dass die Stadt nach dem Feuerwehrgerätehaus für die Einheit Thierseifen in Angriff genommen hat. Ein drittes in Geilenkausen soll den Baureigen beenden. Offen ist, was mit dem alten Gerätehaus in Heide, das mit dem Baujahr 1979 schon lange nicht mehr den Anforderungen genügt, geschieht.

„Vorerst bleibt es Eigentum der Stadt, wir würden es gern vermieten oder verpachten“, erklärte Jan Kiefer, zuständiger Fachbereichsleiter, mit Blick aufs Grundstück an der Hochwalder Straße, also gleich nebenan. Nutzen wolle dieses die Löschgruppe indes nicht mehr, auch solle ein Zaun beide Grundstücke trennen.

Gedacht ist der Neubau für 40 Einsatzkräfte, derzeit zählt die Heider Löschgruppe 18. Ob dieser Bau dann nicht überdimensioniert sei, wollte Bernd-Udo Koch, Sachkundiger Bürger der FDP wissen – und erntete Widerspruch und Empörung. Schließlich dürfe Waldbröls Wehr auf einen sehr starken Nachwuchs setzen, ein Wachsen sei also wahrscheinlich, hieß.

Auch richte sich die Größe eines solchen Gerätehauses laut Brandschutzbedarfsplan mindestens nach der Zahl der Sitzplätze in den Einsatzwagen, die darin angestellt werden, klärte Stadtmann Christoph Peikert zudem auf und bezeichnete den neuen Standort nicht nur wegen seiner guten Anbindung als Glücksfalls: „Vor drei Jahren noch haben wir mit einem Hanggrundstück geplant, das wäre eine Herausforderung geworden.“

Neben der Halle entsteht im Holzbau das eingeschossige Sozialgebäude (Nutzfläche insgesamt: rund 830 Quadratmeter), Abstellflächen für die Technik, eine Werkstatt, ein Trockenraum und Büros finden ebenfalls Platz unter dem begrünten Dach mit einer Photovoltaikanlage. Im Mai oder Juni kommenden Jahres soll in Heide dann alles fertig sein.