Die Grünen-Chefin ruft zum Einheitstag dazu auf, Schwarz-Rot-Gold selbstbewusst zu zeigen. Der Gemeindebund fordert ein Gesamtkonzept für gleichwertige Lebensverhältnisse.
Grünen-Chefin zum 3. Oktober„Ich hefte mir mit Stolz die Deutschlandfahne ans Revers“

Schwarz-Rot-Gold nicht den Rechten überlassen: Grünen-Chefin Franziska Brantner, hier mit dem Co-Vorsitzenden Felix Banaszak.
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Zum Tag der deutschen Einheit hat Grünen-Chefin Franziska Brantner ein allgemeines Bekenntnis zu den Nationalfarben gefordert. Sie sehe keinen Grund, „Schwarz-Rot-Gold den Lautesten am rechten Rand zu überlassen“, sagte sie dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Ich finde es wichtig, Schwarz-Rot-Gold selbstbewusst zu zeigen, denn unsere Flagge steht für ein Deutschland, das seine Geschichte kennt, aus ihr gelernt hat und seine Zukunft in Freiheit gestaltet.“
Den Einheitstag nehme sie zum Anlass, sich „mit Stolz die Deutschlandfahne ans Revers zu heften, zusammen mit der Europaflagge“, betonte Brantner. Wiedervereint und fest in Europa verankert sei Deutschland für sie Heimat.
Franziska Brantner: „Ein Land, in dem ich frei leben und sein kann“
Deutschland sei heute ein wiedervereinigtes und weltoffenes Land mitten in Europa, führte die Parteivorsitzende der Grünen aus. Auch Menschen, die neu nach Deutschland kämen, sollten in Schwarz-Rot-Gold „ein Versprechen erkennen: Hier ist ein Land, in dem ich frei leben und sein kann, wie ich bin“.

Will ländlichen Raum attraktiver machen, um steigenden Mieten in den Städten zu begegnen: André Berghegger, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes.
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Zum Tag der deutschen Einheit rief der Städte- und Gemeindebund dazu auf, ländliche Regionen attraktiver zu machen, um Wohnungsnot und steigenden Mieten in den Ballungsräumen zu begegnen. „Deutschland muss das Thema Wohnen neu denken und nachhaltiger angehen“, sagte Hauptgeschäftsführer André Berghegger dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
„Fokus auf Regionen abseits der Ballungsräume richten“
„Dabei sollten wir den Fokus auf die Regionen abseits der Ballungsräume richten.“ In den ländlichen Regionen stünden 1,9 Millionen Wohnungen leer, mehr als 700.000 Wohnungen wären innerhalb der nächsten drei Monate bezugsfertig.
Bund und Länder dürften daher „nicht nur durch Mietpreisbremsen oder Wohnungsbauoffensiven an den Symptomen in den Ballungsräumen herumdoktern“, sondern müssten noch in diesem Jahr ein umfassendes Gesamtkonzept auf den Weg bringen, forderte Berghegger. „Es muss gelingen, die ländlichen Räume durch neue Verkehrswege wie etwa neue oder reaktivierte Bahntrassen besser an die Ballungsräume anzubinden und als Wohn- und Lebensräume insgesamt attraktiver zu machen.“
Gute Gesundheitsversorgung, ein besseres Kultur- und Freizeitangebot sowie der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs könnten dazu beitragen, strukturschwache Regionen aufzuwerten.
Für einen nachhaltigen Umbau des Landes müssten auch Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden, betonte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes. Ein solches Gesamtkonzept wäre ein „echter Beitrag zu gleichwertigen Lebensverhältnissen in ganz Deutschland“.
