Das erste LNG-Terminal in Wilhelmshaven ist in Betrieb. Ziel der Bundesregierung ist es, unabhängiger vom russischen Gas zu werden. Kritiker wurden bei der im Rekordtempo vollzogenen Umsetzung des Großprojektes an der Nordseeküste kaum erhört. Die Einsendung eines Lesers.
Alternativlos?Globale Lösungen, statt neue Zerstörung und Abhängigkeiten

Das erste LNG-Terminal in Wilhelmshaven ist in Betrieb.
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Eine Zuschrift zum Artikel „Zeitenwende der anderen Art“ (Ausgabe vom 19. Dezember).
Hut ab vor dem mutigen Beitrag Ihres Redakteurs zur „Dreckschleuder“ des LNG-Terminals in der Nähe des Wattenmeers, der konträr zum Kommentar „Es geht doch“ steht, der in der gleichen Ausgabe veröffentlicht worden ist.
Aber wenn gleich drei Spitzenpolitiker ihre Vernunft in Bezug auf die Umweltverschmutzung ad acta legen, ist wohl kein Kraut dagegen gewachsen, sprich: Kein Biotop dagegen gefeit. Man soll vonseiten der Politik nicht von Übergangslösungen reden – galt das nicht zurzeit auch für die Nord Stream 2-Gasleitung –, die Schädigungen im Wattenmeer sind unwiderruflich. Auch die neue Abhängigkeit von den undemokratischen Staaten Saudi-Arabien und der Emirate mit ihren zahlreichen Menschenrechtsverletzungen bis hin zur Verfolgung unterdrückter Minderheiten ist bedenklich.
Warum setzt die Politik zur Minderung der Umweltzerstörung nicht vermehrt auf globale Lösungen? So auf das „Carbon Removal“-Verfahren, dem Herausfiltern des Kohlenstoffdioxids aus der Atmosphäre mit chemischer Bindung auf der Erde, das ursächlich CO2-negativ, also Treibgas-reduzierend ist – und nicht nur „klimaneutral“, also nichterzeugend. Es gibt da schon zahlreiche, vielversprechende Entwicklungen weltweit!
Paul Kalbhen, Gummersbach
