Nach dem Wahlfiasko für Labour steht Keir Starmer unter Druck. Seine ehemalige Vize bringt sich als Nachfolgerin in Stellung.
Rayner bringt sich in StellungEx-Vizechefin könnte angeschlagenen Premier Starmer beerben

Einst demonstrierten der britische Premier Keir Starmer (links) und Angela Rayner (rechts) demonstrativ Geschlossenheit.
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Angela Rayner, die ehemalige stellvertretende Regierungschefin Großbritanniens, bringt sich als denkbare Nachfolgerin von Premierminister Keir Starmer in Stellung. Angesichts von Mutmaßungen über einen nahenden Amtsverzicht des Gesundheitsministers Wes Streeting und ein Misstrauensvotum gegen Starmer innerhalb der Fraktion, hat Rayner ihre Kandidatur für dessen Position angedeutet.
Als sie in einem Gespräch mit dem „Guardian“ gefragt wurde, ob sie gegen Starmer und andere Mitbewerber antreten würde, erwiderte die Labour-Politikerin, sie werde ihren Beitrag leisten. Sie stellte jedoch klar, dass sie keineswegs beabsichtige, eine Abstimmung über die Parteiführung eigenmächtig zu initiieren.
Steuerangelegenheit um Rayner geklärt
Im September des Vorjahres hatte Rayner ihre Ämter als stellvertretende Regierungschefin sowie Wohnungsbauministerin niedergelegt, nachdem bekannt wurde, dass sie eine zu geringe Grunderwerbsteuer entrichtet hatte. Der „Guardian“ meldet, dass die ausstehende Summe inzwischen beglichen und sie vom Verdacht der Steuerhinterziehung freigesprochen wurde.
Hoher Druck auf Starmer nach Wahlfiasko
Seit dem Wahlfiasko seiner Partei in der Vorwoche ist der politisch unter Druck geratene Premierminister und Vorsitzende der sozialdemokratischen Labour-Partei, Keir Starmer, erheblichem Druck ausgesetzt. Im Zuge der Kommunalwahlen in England sowie den Regionalwahlen in Wales und Schottland verzeichnete Labour katastrophale Ergebnisse. Nutznießer war hauptsächlich die rechtspopulistische Partei Reform UK des Brexit-Initiators Nigel Farage, die auch in nationalen Umfragen in Führung liegt.

Spekulationen zufolge will Gesundheitsminister Wes Streeting den Premierminister herausfordern. (Archivfoto)
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Starmer hat Aufforderungen zum Rücktritt bisher zurückgewiesen. In den Reihen seiner Fraktion gibt es allerdings erhebliche Unruhen. Berichten aus den Medien zufolge ist die für ein Misstrauensvotum notwendige Anzahl von Abgeordnetenstimmen erreicht.
Der Gesundheitsminister Wes Streeting wird dem rechten Parteiflügel zugeordnet, während Angela Rayner als eine Vertreterin des linken Lagers gilt. (dpa/red)
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