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Auftritt mit TrumpMinister Schneider: „Audi wettet auf totes Pferd“

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Gernot Döllner (r.), Vorstandsvorsitzender der Audi AG, spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat Georgia.

Gernot Döllner (r.), Vorstandsvorsitzender der Audi AG, spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat Georgia.

Audi will ein Werk für SUV in den USA bauen - jetzt macht auch Umweltminister Carsten Schneider Druck

Nach der Ankündigung von Audi-Chef Gernot Döllner, ein Werk in den USA zu bauen, hat Bundesumweltminister Carsten Schneider den Autobauer scharf kritisiert. „Mal ganz abgesehen von den mehr als unappetitlichen Umständen dieser Verkündung, muss man auch Zweifel an der Zukunftsfähigkeit dieser Entscheidung haben“, sagte der SPD-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Während sich weite Teile der Welt aufmachen hin zur technisch überlegenen Elektromobilität, wettet Audi auf fossile Energien und damit auf ein totes Pferd.“

Döllner hatte am Wochenende auf einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump den Bau eines neuen SUV-Werks in den USA bekanntgemacht. Rund 4.500 Arbeitsplätze sollen im Bundesstaat Georgia entstehen. Seither steht der Audi-Chef in der Kritik von verschiedenen Seiten, sogar sein Rücktritt wurde bereits gefordert. Audi hat interne Richtlinien, die Auftritte im Wahlkampf verbieten. In den USA stehen am 3. November die Zwischenwahlen an.

Umweltminister Carsten Schneider (SPD) im Bundestag.

Umweltminister Carsten Schneider (SPD) im Bundestag.

Die Menschen in Deutschland sehen Döllners Auftritt mehrheitlich kritisch. In einer repräsentativen Umfrage von YouGov sagten 39 Prozent der Befragten, dass sie es „überhaupt nicht angemessen“ finden, dass Döllner dort den Bau eines Werks in den USA angekündigt hat. Weitere 18 Prozent finden es „eher nicht angemessen“. Das sind deutlich mehr als die Befürworter: 7 Prozent finden den Auftritt kurz vor den Zwischenwahlen in den USA „voll und ganz angemessen“, weitere 11 Prozent „eher angemessen“. Allerdings sagen auch 25 Prozent der Befragten, dass sie keine Meinung haben, oder sich nicht äußern wollen. Am 26. Oktober wurden 2.725 Erwachsende ab 18 Jahren dazu befragt. Die Ergebnisse sind laut YouGov repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. (mit dpa)