Abo

Foto sorgt für WirbelCDU-Politiker Heuer erklärt Geste mit AfD-Spitzenkandidat

2 min
CDU-Fraktionschef Guido Heuer

«Das war eher Konfrontation, keine Verbrüderung», sagt CDU-Politiker Guido Heuer. (Archivbild)

Ein Foto von CDU- und AfD-Politikern am Mikrofon sorgt für Wirbel. Guido Heuer spricht von Konfrontation, nicht Verbrüderung.

Rund drei Monate vor der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt löst eine Aufnahme Debatten in sozialen Netzwerken aus. Dargestellt sind der führende Kandidat der AfD, Ulrich Siegmund, sowie der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Guido Heuer, bei einer Paneldiskussion in Halberstadt (Landkreis Harz). Die Fotografie zeigt, wie der Christdemokrat sich an die Schulter des AfD-Politikers lehnt, während beide Akteure dasselbe Mikrofon umfassen. Die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ meldete zuerst den Vorfall. Auf dem Onlinedienst X teilte unter anderem der Journalist Robin Alexander die Aufnahme.

Am Rande des Landesparteitags der CDU in Dessau-Roßlau dementierte Guido Heuer den Anschein von Nähe. „Das war eher Konfrontation, keine Verbrüderung“, erklärte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Für die zahlreichen Teilnehmer der Podiumsdiskussion standen lediglich zwei Mikrofone zur Verfügung. Er habe in dem Moment nach dem Mikrofon gegriffen, da Siegmund „die Unwahrheit“ geäußert habe. „Das war alles“, bekräftigte Heuer.

Regierungschef Schulze relativiert die Aufnahme

Eine besondere Relevanz bekommt der Vorgang durch die kommende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September. Die AfD führt in gegenwärtigen Erhebungen mit circa 40 Prozent klar vor der CDU, welche bei ungefähr 25 Prozent liegt. Aus diesem Grund kursieren wiederholt Mutmaßungen bezüglich einer denkbaren Kooperation beider Parteien im Anschluss an die Wahl. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat dies allerdings wiederholt verneint. Der Regierungschef äußerte gegenüber der dpa zu der Aufnahme: „Man sollte das Foto nicht überbewerten.“ Laut Schulze habe Guido Heuer nur nach einem Mikrofon gegriffen.

AfD-Wahlkampfanführer geht auf Distanz

Ulrich Siegmund, der führende Kandidat der AfD, verfolgt ebenfalls einen Abgrenzungskurs und visiert eine alleinige Regierung seiner Partei an. Die CDU wird von ihm wiederholt heftig kritisiert. Auf dem Onlinedienst X veröffentlichte er den Satz: „Wir können unser Land nicht mit denen retten, die es in diese Lage gebracht haben.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.