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Das Wort zum SonntagÜber die Kraft von Karneval und Humor

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Besucher in Clown-Kostümen werfen in Nürnberg beim Faschingsumzug mit Konfetti.

Lachen und Frohsinn hilft dabei, die Dinge weniger schwarz zu sehen.

Es tut gut, für einen Augenblick das eigene Denken mal in eine andere Richtung zu lenken. Joachim Gerhardt, Pfarrer an der Lutherkirche in Bonn, macht sich Gedanken zum Thema Frohsinn.

Wie heißt der älteste Taxifahrer? Steht schon in de Bibel!“ Die Antwort: „Schlimmes“ – Der Büttenredner schaut verschmitzt in die Runde, sieht viele fragende Gesichter und ergänzt dann im wunderbarsten Kölsch: „Schlimmes wird Euch wieder fahren“ – Jetzt bitte nicht an die korrekte Rechtschreibung denken, sondern einfach laut vorlesen … Ach so – Alaaf! Ok, ich gebe zu, ein wenig platt. Eben von einer Karnevalssitzung. Und doch mit einem wahren Kern.

Nicht, dass der Satz „Schlimmes wird Euch widerfahren“ so wörtlich in der Bibel steht. Aber der Gedanke dahinter ist ein durchaus geistlicher: Sind wir nicht alle sehr fixiert auf die Dinge im Leben, die nicht klappen, die Angst machen, die bedrohlich sind. Die Weltlage bietet leider Gottes derzeit genug Anlässe. Und dazu kommen die persönlichen Sorgen um die Gesundheit, die Familie.

Es tut gut, für einen Augenblick das eigene Denken mal in eine andere Richtung zu lenken. Das ist die Kraft von Karneval. Die Kraft des Humors. Und einmal gelacht, zumindest geschmunzelt, fällt es einfacher zu schauen: Welche Ängste und Sorgen sind wirklich so real, dass sie mein Leben so stark bestimmen müssen.

„Schlimmes wird Euch wieder fahren.“ Ich möchte kein Elend, keine Not relativieren. Aber Mut möchte ich machen, auch in Gottes Namen mancher Angst ihre Spitze zu nehmen. Damit Menschen einmal wieder unbeschwert durchatmen können und spüren: Das Leben geht weiter. Denken Sie vielleicht schon bei der nächsten Taxifahrt daran.