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Die Irrglauben rund um die Sommerhitze

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Berlin – Die Sommerhitze ist in Deutschland angekommen, und mit ihr kommen die gut gemeinten Ratschläge zum heißen Wetter. Eiswürfel ins Getränk oder auf gar keinen Fall Sport machen? Ein Faktencheck.

Wichtiger als die Temperatur ist allerdings ohnehin die Menge der Flüssigkeit. Damit das Trinken nicht vergessen wird: Am besten eine Karaffe oder Flasche griffbereit hinstellen und mindestens ein Glas zu jeder Mahlzeit trinken.

Bei hohen Temperaturen sei man nicht so leistungsfähig und sollte sein Pensum zumindest herunterfahren.

Genau das Gegenteil ist richtig. Ungeschützte Haut wird nach Angaben der Krebshilfe durch UV-Strahlen sofort und tiefgehend geschädigt. Bis zu einem gewissen Grad könne der Körper dies ausgleichen. Es besteht jedoch die Gefahr, dass geschädigte Zellen in der Haut bleiben, was das Hautkrebsrisiko erhöht. Ein Sonnenbrand sei eine Entzündung der Haut, die einer Verbrennung ersten Grades oder mehr ähnele, sagt auch Hautarzt Reinhard Mrotzek, der Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen ist.

„Im Allgemeinen mindern Wolken die UV-Strahlungsintensität gerade einmal um 10 bis 50 Prozent”, warnt die Deutsche Krebshilfe. Außerdem können Sand und Gebäude die Strahlen reflektieren. Besondere Vorsicht ist auch am und im Wasser geboten: Wie ein Spiegel verstärkt die Wasseroberfläche die UV-Strahlung um 50 Prozent. Medizinische Institute wie der britische National Health Service (NHS) warnen vor der gefährlichen Kombination von Sonne und Wasser: Durch die kühlende Wirkung merke man oft nicht, wenn die Haut verbrenne. Mrotzek rät zum intensiven Eincremen mit Sonnenmilch, zudem sei eine Kopfbedeckung „eine gute Idee”.

Höhere Temperaturen können die Batterie belasten. Besonders kritisch werde es bei 50 Grad, was leicht erreicht werde, wenn das Handy in der prallen Sonne liege.

© dpa-infocom, dpa:220625-99-795258/3 (dpa)