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„Dieser Mann ist schwer krank“„Meine Frau hasst es“ – Trump sorgt mit bizarrer Imitation für Aufsehen

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US-Präsident Donald Trump spricht zu den republikanischen Abgeordneten des Repräsentantenhauses während ihrer jährlichen Klausurtagung – und liefert dabei mitunter bizarre Szenen. (Archivbild)

US-Präsident Donald Trump spricht zu den republikanischen Abgeordneten des Repräsentantenhauses während ihrer jährlichen Klausurtagung – und liefert dabei mitunter bizarre Szenen. (Archivbild)

US-Präsident Donald Trump spricht bei einem Auftritt vor Parteikollegen über die Zwischenwahlen – und liefert denkwürdige Szenen ab.

US-Präsident Donald Trump hat mit einem Auftritt vor seinen republikanischen Parteikollegen für Aufsehen gesorgt. Der 79-Jährige prahlte bei der jährlichen Klausurtagung der republikanischen Fraktion im Repräsentantenhaus mit seinen angeblichen Erfolgen und dem jüngsten US-Angriff auf Venezuela. Für Irritationen sorgten jedoch vor allem die bizarre Gestik des US-Präsidenten, der sich bei seiner Rede auch über Transgender-Gewichtheber lustig machte.

„Jetzt werden wir Geschichte schreiben und Rekorde brechen mit dem epischen Sieg bei den Zwischenwahlen, den wir erringen werden“, sagte Trump bei dem Auftritt ungeachtet seiner zuletzt schwachen Umfragergebnisse. Für einen möglichen Meinungswechsel seiner Wähler zeigte der US-Präsident mit Blick auf die 2026 anstehenden Zwischenwahlen kein Verständnis.

Donald Trump: „Wir haben alles gewonnen“

„Wir haben jeden umkämpften Bundesstaat gewonnen. Wir haben die Volksabstimmung mit Millionen von Stimmen Vorsprung gewonnen. Wir haben alles gewonnen“, erklärte Trump. „Aber es heißt, wenn man die Präsidentschaft gewinnt, verliert man die Zwischenwahlen“, fügte der US-Präsident hinzu, der schließlich auch die amerikanischen Wähler attackierte. „Ich wünschte, Sie könnten mir erklären, was zum Teufel mit den Köpfen der Öffentlichkeit los ist“, erklärte Trump. 

Bei den sogenannten Midterm-Wahlen wird alle zwei Jahre das gesamte Repräsentantenhaus und die Hälfte des Senats neu gewählt. Die Zwischenwahlen finden stets zur Hälfte der Amtszeit des Präsidenten statt – also in diesem November – und gelten als Barometer für die politische Stimmung im Land und die Zufriedenheit mit der Politik des jeweiligen Präsidenten.

US-Präsident unter Druck – Demokraten führen in Umfragen

Trumps politische Konkurrenten – die Demokraten – blicken derzeit mit Optimismus auf die anstehenden Zwischenwahlen und sehen die „Midterms“ als Referendum über die Politik des Republikaners. In den jüngsten Umfragen liegen die Demokraten vorn – ihr Sieg bei den Wahlen gilt derzeit als wahrscheinlich. 

Für Aufsehen sorgten jedoch nicht nur Trumps Worte über die amerikanische Wählerschaft. Vor allem seine bizarre Imitation einer trans Gewichtheberin, die von der US-Regierung in den sozialen Netzwerken als kurzes Video verbreitet wurde, rückte schnell in den Fokus.

Trump liefert bizarre Szenen: „Meine Frau hasst es, wenn ich das tue“

„Meine Frau hasst es, wenn ich das tue“, erklärte Trump zu seinem ungewöhnlichen Auftritt. Melania Trump finde es stets „unpräsidential“, wenn er tanze oder Menschen imitiere, erklärte der US-Präsident – und tat dann genau das und gab stöhnend und gestikulierend vor, eine Frau zu sein, die Gewichte stemmt.

„Sie lässt das Ding fallen, geht weinend von der Bühne. Ihre Mutter weint, ihr Vater weint“, erklärte Trump nach seiner Imitation und ahmte schließlich im Kontrast einen männlichen Athleten nach, der – so Trumps Imitation – mühelos Gewichte heben konnte. 

Der US-Präsident sprach bei seinem Auftritt auch über angebliche trans Boxer – und spielte dabei auf den Wirbel um die algerische Boxerin Imane Khelif bei den Olympischen Spielen in Paris an. „Dann gibt es da noch einen jungen Mann, der eine Geschlechtsangleichung vorgenommen hat. Er ist ein sehr guter Boxer, aber er wollte eine Frau sein“, behauptete Trump. Khelif wurde jedoch als Frau geboren und hat auch immer nur als Frau Wettkämpfe bestritten. 

Wirbel um Auftritt von Donald Trump: „Dieser Mann ist schwer krank“

Für den bizarren Auftritt bekam der US-Präsident nur wenig Zuspruch. Riley Gaines, eine ehemalige College-Schwimmerin, die sich gegen die Teilnahme von Transgender-Athletinnen an Frauensportarten ausspricht, teilte den Clip von Trumps Parodie in den sozialen Netzwerken und lobte Trumps Imitation eines transsexuellen Gewichthebers als „perfekt“. Sie bereue es nicht, Trump gewählt zu haben, schrieb Gaines dazu. 

Bei den Demokraten fielen die Kommentare zum Auftritt des US-Präsidenten derweil anders aus. „Dieser Mann ist schwer krank. Ich hoffe, er bekommt die Hilfe, die er braucht“, schrieb etwa der Kongressabgeordnete Jim McGovern auf der Plattform X zu den denkwürdigen Szenen, die von der US-Regierung zuvor in dem sozialen Netzwerk verbreitet worden waren und dort auch von anderen Nutzerinnen und Nutzern oftmals als „bizarr“ und „merkwürdig“ bezeichnet wurden.