Peking/Köln – Knapp zwei Wochen reiste Christian Lindner mit einer FDP-Delegation durch Asien. Neben Malaysia, Japan und Südkorea besuchte der FDP-Chef auch Hongkong und anschließend China.
In der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong traf sich der Bundesvorsitzende der FDP mit dem Wirtschaftsminister und Mitgliedern der Opposition. In China kam das offenbar gar nicht gut an. Dies bekam Lindner und eine Reisegruppe anschließend in Peking zu spüren – es kam sogar zum Eklat. Das berichtet „Der Spiegel“.
Chinesische Führung reagiert verstimmt
Die chinesische Führung sagte kurzfristig einige Termine ab. Nur der Empfang bei der Internationalen Abteilung der KP fand statt. Dort herrschte nach Angaben eines FDP-Außenpolitikers eine „überraschend frostige Atmosphäre“.
Das Magazin berichtet unter Berufung auf Teilnehmerkreise, dass es zum Affront kam. Ein Parteifunktionär der Kommunistischen Partei machte Lindner gegenüber heftige Anschuldigungen. Und es wurde offenbar laut. Etwa eine halbe Stunde lang schrie der Funktionär Lindner an und erhob dabei schwere Vorwürfe.
Christian Lindner wies Vorhaltungen zurück
Lindner zeigte sich unbeeindruckt und verteidigte seinen Besuch in Hongkong. Die FDP-Delegation wies zudem alle Anschuldigungen zurück.
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Nach Massenprotesten hat Hongkong Pläne ein umstrittenes Gesetz für Auslieferungen an China ausgesetzt. Das Auslieferungsgesetz würde Hongkongs Behörden erlauben, von den chinesischen Sicherheitsbehörden verdächtigte und gesuchte Personen an die Volksrepublik auszuliefern. Kritiker warnen, die Justiz im kommunistisch regierten China sei nicht unabhängig und diene als Werkzeug der politischen Verfolgung. (mbr)

