Nach dem Sturz Assads wurden in Syrien versteckte Chemiewaffen entdeckt. Die Funde untermauern frühere Bewertungen.
Fund bestätigt VerdachtOPCW entdeckt Assads geheime Chemiewaffen-Bestände

Experten fanden zusammen mit syrischen Behörden Dutzende chemische Kampfmittel an mehreren Orten. (Archivbild)
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Laut Mitteilung der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) wurden in Syrien etliche unangemeldete Bestände von Chemiewaffen aufgefunden. Die in den Niederlanden beheimatete OPCW meldete, dass ihre Sachverständigen im Mai gemeinsam mit syrischen Behörden an verschiedenen Standorten Dutzende chemische Kampfstoffe sicherstellten.
Nach dem Fall des langjährigen Herrschers Baschar al-Assad im Dezember 2024 hatte die neue syrische Regierung versprochen, die verbleibenden Chemiewaffenarsenale zu vernichten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Assad-Regierung war von der OPCW wiederholt beschuldigt worden, im Bürgerkrieg chemische Waffen eingesetzt zu haben, was von Damaskus jedoch stets bestritten wurde.
Chemiewaffen in früheren Hochburgen des Regimes
Die Organisation teilte mit, dass unter den geborgenen Kampfmitteln auch solche waren, die den bei den Angriffen mit Chemiewaffen in Ghouta 2013 sowie in Ltamenah und Chan Scheichun 2017 zur Anwendung gekommenen Waffen gleichen. Darüber hinaus stießen die Inspektoren auf Chemikalien, technische Gerätschaften und Tausende Seiten an Dokumentation über das vormalige syrische Chemiewaffenprogramm.
Die Entdeckungen erfolgten demnach in Regionen um Hama, Homs und Latakia, welche im Verlauf des Bürgerkriegs als Bastionen der ehemaligen Regierung unter Assad angesehen wurden. Fernando Arias, der Generaldirektor der OPCW, äußerte, dass die Resultate frühere Bewertungen der Organisation untermauern. Demzufolge habe die damalige syrische Staatsführung Informationen zum Umfang ihres Programms für chemische Waffen verschwiegen.
Syrischen Quellen zufolge sind 18 Personen verhaftet worden, die mit dem Chemiewaffenprogramm der vormaligen Regierung in Zusammenhang gebracht werden. Unter den Festgenommenen befinden sich laut der staatlichen Nachrichtenagentur Sana hochrangige Militärs, ehemalige Sachverständige und Mitglieder des Sicherheitsapparates. (dpa/red)
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