Die Polizei in Hamm bereitet sich auf ein Klimacamp mit Tausenden Aktivisten vor und appelliert an die Friedfertigkeit.
Großeinsatz in HammPolizei warnt vor Klimaprotesten gegen neue Gaskraftwerke

Bereits seit längerem macht die Klimabewegung gegen den geplanten Neubau von Gaskraftwerken mobil - wie bei einer Demo von Fridays for Future im April in München.
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Die Polizei richtet einen Appell an die Aktivisten, bei einem bevorstehenden Klimacamp in Hamm die Friedfertigkeit zu wahren. Die Veranstaltung ist für den Zeitraum vom 27. bis zum 31. Mai in einer Parkanlage geplant. Laut Mitteilung der Behörden wird nach aktuellen Einschätzungen mit über eintausend Teilnehmenden gerechnet.
Eine bundes- und europaweite Mobilisierung für die diversen Aktionen im Umfeld des Camps hat die Polizei dazu veranlasst, einen Großeinsatz vorzubereiten. Des Weiteren wurde von den Veranstaltern für den 30. Mai eine Großdemonstration angemeldet, zu der mehrere Tausend Menschen erwartet werden.
Vielfältige Allianz mobilisiert für Protestaktionen
Der Aufruf zur Demonstration wird von einer Vielzahl von Organisationen getragen. Initiiert wurde er unter anderem von den Klimaaktivisten von Fridays for Future und Campact sowie den Umweltverbänden Greenpeace und BUND. Der Beginn der Aufbauarbeiten für das Camp ist für den 23. Mai terminiert.
Im Zusammenhang mit dem Camp hat die Gruppierung Ende Gelände, die sich gegen Kohleabbau engagiert, Aktionen des zivilen Ungehorsams für das gesamte Ruhrgebiet angekündigt. Die Aktivisten gaben zudem bekannt, dass sie zum ersten Mal seit den Auseinandersetzungen um die Räumung von Lützerath 2023 wieder eine bundesweite Mobilisierung für eine Großaktion planen.
Behörden warnen vor Gesetzesverstößen und unbefugtem Zutritt
In einer offiziellen Mitteilung hob die Polizei hervor, dass die Ausübung der Grundrechte auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit für alle Teilnehmenden unterstützt werde, vorausgesetzt, dies geschieht friedlich. Einsatzleiter Stefan Schacht erklärte dazu: „Wer Straftaten begeht oder versucht, in gesicherte Bereiche einzudringen, muss mit dem konsequenten Einschreiten unserer Einsatzkräfte rechnen“.
Zudem wurde versichert, dass friedliche Demonstrierende auf den Schutz der Polizei zählen können. Eventuelle Störungen würden jedoch konsequent und frühzeitig unterbunden, hieß es.
Ruhrgebiet: Geplante Gaskraftwerke als Ziel des Protests
Die Auswahl von Hamm als Ort des Protests begründet sich durch das dort ansässige Gaskraftwerk der Stadtwerke-Kooperation Trianel, welches aktuell zwei Blöcke umfasst. Ferner plant Trianel an diesem Standort den Bau eines dritten Kraftwerksblocks, der für den Betrieb mit Wasserstoff ausgelegt sein soll.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) steht ebenfalls in der Kritik. Ihr wird vorgeworfen, mit Milliardensummen klimaschädliche Projekte zu fördern und dadurch die Energiewende zu verlangsamen. Laut einem breiten Klimabündnis ist die Dichte an geplanten Gaskraftwerken nirgendwo so hoch wie im Ruhrgebiet. (dpa/red)
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