Die Grünen in NRW starten eine landesweite Tour, um Anregungen für ihr Wahlprogramm zu sammeln. Bürger können sich online und vor Ort beteiligen.
Grüne fragen die BürgerPartei sammelt auf Tour durch NRW Ideen für das Wahlprogramm

Was soll besser werden, was soll bleiben, was muss dringend angepackt werden - die Wähler sind aufgerufen, den Grünen in Nordrhein-Westfalen zu sagen, wo es ab 2027 langgehen soll. (Symbolbild)
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Rund zwölf Monate vor der nächsten Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen initiieren die Grünen eine „Ideen-Tour“ durch das Bundesland. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet, soll die Bevölkerung dabei die Möglichkeit bekommen, an öffentlichen Orten wie Marktplätzen und auch digital ihre Anliegen vorzubringen. Sämtliche Beiträge, die während der Monate April und Mai zusammengetragen werden, sollen im November in die Gestaltung des Wahlprogramms einbezogen werden.
Landesparteichefin Yazgülü Zeybek berichtete, dass zu Beginn der Aktion bereits 340 Vorschläge eingegangen seien. Die inhaltlichen Schwerpunkte umfassen demnach die Energiewende, den öffentlichen Nahverkehr, die Kinderbetreuung und die Situation an überlasteten Schulen. Ebenfalls genannt wurden die Schaffung von erschwinglichem Wohnraum, die Gestaltung attraktiver Städte und der Wunsch nach Sicherheit sowie einer robusten Demokratie.
Teilnahme online und vor Ort möglich
Der Terminplan für die Rundreise kann auf der Internetseite der NRW-Grünen eingesehen werden. Dort besteht auch die Option, Vorschläge digital zu übermitteln. Laut Zeybek stehen bei den lokalen Veranstaltungen oft auch die Minister der Partei aus dem Landeskabinett für Diskussionen bereit.
Mitte Juni findet für die Grünen zunächst ein Landesparteitag in Troisdorf statt, bei dem turnusgemäße Vorstandswahlen anstehen. Die Co-Vorsitzenden Yazgülü Zeybek (39) und Tim Achtermeyer (32) beabsichtigen, dort erneut zu kandidieren. Bislang wurden keine Gegenkandidaturen angekündigt. Das Duo führt seit der Landtagswahl 2022 den mit beinahe 40.000 Mitgliedern größten Landesverband der Grünen in Deutschland.
Frage der Spitzenkandidatur für 2027 ungeklärt
Offen ist bisher, ob die Grünen eine eigene Person für die Spitzenkandidatur um das Amt des Ministerpräsidenten aufstellen und ob diese Rolle erneut Mona Neubaur übernehmen soll. Der Landesgeschäftsführer Raoul Roßbach unterstrich allerdings, dass die Partei mit der Vize-Regierungschefin und NRW-Wirtschaftsministerin, die 48 Jahre alt ist, über „an der Spitze eine starke Persönlichkeit“ verfüge. Neubaur gehört der ersten schwarz-grünen Regierungskoalition in der Historie des Bundeslandes an. (red)
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