Düsseldorf – 14 Landtagsabgeordnete und kommunale Mandatsträger in Nordrhein-Westfalen sind laut Verfassungsschutz von einem Cyberangriff betroffen, hinter dem der russische Geheimdienst GRU stecken soll. Elf der betroffenen Politiker habe der Verfassungsschutz bereits erreichen können, teilte das nordrhein-westfälische Innenministerium am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Zusätzlich sei der Landtagspräsident informiert worden.Vergangene Woche war bekannt geworden, dass mehrere Bundestags- und Landtagsabgeordnete Ziel sogenannter „Phishing-Attacken“ über E-Mails wurden.
Landtagsnetz sei nicht bedroht gewesen
„In den E-Mails heißt es sinngemäß, dass die Sicherheit des Postfachs gefährdet sei. Deshalb müsse es gesperrt werden und es wird – angeblich zur Vermeidung der Sperrung auf einen Link verwiesen. Wenn dieser Link angeklickt wird, erhalten die Angreifer die Zugangsdaten zu dem E-Mail-Konto. Derzeit sind insbesondere private E-Mail-Konten bei GMX und T-Online betroffen“, so eine Sprecherin des Düsseldorfer Innenministeriums.
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Die Verfassungsschutzbehörden gehen laut Ministerium „von einem nachrichtendienstlichen Hintergrund“ aus. Der Düsseldorfer Landtag warnte alle Abgeordneten am Freitagnachmittag. Da es sich um private E-Mail-Accounts handele, bestehe aber „keine unmittelbare Gefahr für das Landtagsnetz“. (dpa)



