Rechter Angriff in GladbachQueeres Zentrum mit Hakenkreuz und Drohung beschmiert

Die Ermittlungen laufen. (Symbolbild)
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Das Queere Zentrum in Mönchengladbach ist Ziel einer Attacke mit mutmaßlich rechtsextremem Hintergrund geworden. Die Ermittlungen in dem Fall leitet der Staatsschutz.
Eine Glasfront des Queeren Zentrums in Mönchengladbach ist bei einer Attacke mit mutmaßlich rechtsextremem Hintergrund beschädigt worden. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf Polizeiangaben meldet, wurde darüber hinaus eine Fensterscheibe mit einem Hakenkreuz beschmiert. Neben dem Symbol fand sich die Nachricht: „Wir kommen“. Die Zuständigkeit für die Untersuchungen zu diesem Geschehen liegt nun beim Staatsschutz.
„Der Angriff auf das Queere Zentrum in Mönchengladbach bestätigt erneut die Zunahme queerfeindlicher Gewalt in unserer Gesellschaft. Rechtsextreme agieren dabei nicht mehr nur mit Worten, sondern auch mit direkter Gewalt“, äußerte Laura Becker, Sprecherin des Vorstands für das Queere Netzwerk NRW. Sie sicherte den Betroffenen ihre uneingeschränkte Solidarität zu.
Queeres Netzwerk verlangt konsequentes Handeln
Becker ergänzte, man erwarte von der Politik auf kommunaler sowie auf Landesebene nun „endlich ein entschlossenes und wirksames Vorgehen gegen Queerfeindlichkeit“. Um dies zu erreichen, hat das Queere Netzwerk spezifische Forderungen formuliert. Diese umfassen die Ernennung von Queer-Beauftragten in allen Gemeinden, landesweite Kampagnen zur Förderung der Akzeptanz und eine Verbesserung der Meldestrukturen für queerfeindliche Taten. Des Weiteren wird eine stärkere Sensibilisierung bei der Polizei und die eindeutige öffentliche Verurteilung von Gewalt und Hass gegen queere Personen verlangt.
Die Selbstbezeichnung 'queer' nutzen Menschen, die nicht heterosexuell sind oder sich nicht den traditionellen Rollenbildern von Männern und Frauen beziehungsweise anderen gesellschaftlichen Standards in Bezug auf Geschlecht und Sexualität zuordnen. Dieser Oberbegriff schließt eine große Vielfalt an Identitäten ein, darunter fallen lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche sowie auch nicht-binäre Personen. (red)
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