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Resilienzgipfel in DüsseldorfHendrik Wüst warnt: Krisen sind zum Normalzustand geworden

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Der Gipfel debattierte darüber, wie Staaten und Gesellschaften widerstandsfähiger werden können.

Der Gipfel debattierte darüber, wie Staaten und Gesellschaften widerstandsfähiger werden können.

Corona, der Ukraine-Krieg und Cyberangriffe auf Kühlregale nennt er als Beispiele.

Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, hält es für nötig, dass die Menschen in Deutschland Krisen als Dauerzustand begreifen. Bei einem Resilienzgipfel in Düsseldorf, an dem rund 150 internationale Vertreterinnen und Vertreter aus Regierungen, Unternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft teilnahmen, sagte er: „Krisen sind nicht mehr die Ausnahme, sie sind zum Normalzustand geworden, und wir müssen jederzeit mit neuen Krisen rechnen“.

Als Beispiele nannte Wüst die Corona-Pandemie, den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, die Energiekrise, Sabotage an Infrastruktur, Extremwetter sowie Cyberangriffe, die sogar Kühlregale in Supermärkten treffen. Aus seiner Sicht müssen Gesellschaften ihre Widerstandsfähigkeit stärken. Dafür gelte es, sich von der Vorstellung zu lösen, der Staat könne im Ernstfall alles regeln. Ein Land sei dann krisenfest, wenn auch die Bürgerinnen und Bürger wüssten, was im Krisenfall zu tun sei.

Die Welt wird unsicherer

Wüst warnte, die internationale Ordnung sei in ihren Grundfesten erschüttert: „Wir leben in einer Welt, in der die Grundfesten der internationalen Ordnung erschüttert sind“. Machtpolitik gewinne wieder an Einfluss, Großraumdenken sei zurückgekehrt, und Grenzen würden mit Gewalt verschoben. „Unsere Welt ist unsicherer geworden“, sagte er. Auch Deutschland werde real bedroht.

Mit Blick auf die Zwischenwahlen in den USA erklärte Wüst, die Wählerinnen und Wähler hätten ein „klares Zeichen gesetzt“. Die US-Demokraten hatten dabei die volle Kontrolle über den Kongress errungen, also über das Abgeordnetenhaus und den Senat. Auch in einer Phase großer Polarisierung zeige sich die Demokratie in den USA als lebendig und „resilient gegenüber Populismus“, so der CDU-Politiker.

Litauens Präsident Gitanas Nausėda warnt vor Russland

Litauens Staatschef Gitanas Nausėda, der als Gast an der Konferenz teilnahm, forderte die Staaten auf, sich besser auf Bedrohungen durch Russland vorzubereiten. Für Litauen als Nachbarland Russlands sei Resilienz eine „Frage des Überlebens“. „Europa sollte vorbereitet sein auf Russland als langfristige Bedrohung.“ (dpa/red)