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Gefährliche BetonwüstenHitze-Check: Wuppertal top, Offenburg ist Schlusslicht

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Wetter in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist gleich mit drei Negativ-Spitzenreitern vertreten – neben Mannheim noch Offenburg und Lahr.

Eine neue Studie zum Thema Hitze zeigt: Offenburg ist die am schlechtesten vorbereitete Stadt in ganz Deutschland.

Laut einer neuen Erhebung ist Offenburg die deutsche Stadt, die am schlechtesten auf extreme Hitzewellen vorbereitet ist. Dieses Ergebnis liefert der sogenannte Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Für diese Analyse werden Luftbilder ausgewertet, um neben den Temperaturen im Sommer und der Einwohnerdichte auch den Anteil von Beton, Asphalt, schattenspendenden Bäumen sowie Grünanlagen zu erfassen. Da nicht alle Aspekte einfließen, wie zum Beispiel kürzlich gepflanzte Bäume, handelt es sich um Näherungswerte.

Die Untersuchung umfasste sämtliche 195 Städte in Deutschland mit über 50.000 Einwohnern. Die besten Resultate erzielten Kiel und Wuppertal. Bundesweit sind dies die einzigen Kommunen, die von der Umwelthilfe in zwei der drei Bewertungsbereiche eine positive Einstufung erhielten. Die Schlusslichter der Rangliste bilden mit Offenburg, Lahr und Mannheim drei Städte aus Baden-Württemberg. Mannheim hatte bereits bei der letztjährigen Auswertung den letzten Rang eingenommen.

Spitzenreiter und Schlusslichter im Ranking

Im „Hitzebetroffenheitsindex“ wird Mannheim weiterhin am negativsten bewertet. Diese Rubrik basiert auf vier Kriterien: der mittleren Temperatur während der Sommermonate, der Einwohnerdichte, dem Umfang der Grünanlagen und dem Grad der städtischen Versiegelung durch Straßen, Parkplätze sowie Gebäude.

Hitze in Berlin

Versiegelte Flächen speichern die Hitze.

Gegenüber der vorherigen Erhebung wurden dieses Mal zwei zusätzliche Rubriken ergänzt: die prozentuale Veränderung der Bodenversiegelung seit dem Jahr 2018 und die sogenannte Baumüberschirmung. Letztere beschreibt den prozentualen Anteil der Stadtfläche, der von schattengebender Vegetation bedeckt wird. Insbesondere in diesem Punkt weist Offenburg mit lediglich knapp 13 Prozent einen sehr ungünstigen Wert auf.

Fehlende Bäume als zentrales Problem

Der Gesamtsieger Kiel nimmt laut DUH mit einem „Beschirmungsgrad“ von circa 32 Prozent eine erheblich bessere Position ein. In diesem Bereich liegen Potsdam, Oldenburg und Berlin sogar noch vor der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein. Die Bedeutung liegt nicht nur im Schattenwurf, sondern auch in der Verdunstungskühlung, die von Pflanzen und Grünanlagen ausgeht. Versiegelte Areale hingegen erhitzen sich stark und geben die aufgenommene Wärme erst mit Verzögerung an die Umgebung ab.

Allerdings ging nach Angaben der Umwelthilfe selbst in Kiel der Baumbestand im Zeitraum von 2018 bis 2025 um rund 7.500 Exemplare zurück. Summiert man die Verluste aller 195 analysierten Städte, beläuft sich der Rückgang laut der Auswertung auf über 900.000 Bäume. „Diese Tatsache lässt sich nicht schnell wieder umkehren, denn Bäume brauchen Zeit, um zu wachsen“, hebt Barbara Metz, die Bundesgeschäftsführerin der DUH, hervor. „Wenn sich dieser Trend fortsetzt, leben wir in wenigen Jahren in menschenfeindlichen Betonwüsten.“

Keine Stadt bei Flächenversiegelung vorbildlich

Im Bereich der Bodenversiegelung wird keine der 195 Kommunen von der Umwelthilfe positiv eingestuft. Sowohl in Kiel als auch in Wuppertal sind heute mehr Areale versiegelt als im Jahr 2018. DUH-Geschäftsführerin Metz fordert daher Maßnahmen von Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD): „Wir fordern von der Bauministerin verbindliche Vorgaben für die Entsiegelung, mehr Stadtgrün und damit mehr Schatten – bei jeder Sanierung, jedem Straßenumbau und jedem Bauprojekt.“

Die zunehmende Hitze stellt ein wachsendes Problem dar. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) ist Deutschland in besonderem Maße von der globalen Erwärmung beeinträchtigt, mit einem Temperaturanstieg von bereits 2,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Epoche. Durch den Klimawandel nehmen die Intensität und Häufigkeit von Hitzewellen zu. Damit sind gesundheitliche Gefahren verbunden, die vor allem ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen betreffen. Insbesondere mehrtägige Hitzephasen mit Werten über 30 Grad stellen eine erhebliche Belastung für den menschlichen Organismus dar, wie das Gesundheitsministerium informiert. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.