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Kai Wegner äußert sich„Hätte sagen müssen, dass ich eine Stunde Sport gemacht habe“

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Das Bild zeigt Kai Wegner (CDU), Berlins Regierender Bürgermeister, vor einem Termin im Hotel Adlon. Foto: Jens Kalaene/dpa

Kai Wegner (CDU), Berlins Regierender Bürgermeister, äußert sich vor einem Termin im Hotel Adlon.

Nach dem großen Stromausfall steht Berlins Regierungschef wegen eines Tennismatches in der Kritik. Wie er sich nun im Parlament dazu äußert.

Wegner steht in der Kritik, weil er am ersten Tag des Stromausfalls am 3. Januar eine Stunde Tennis spielte und dies zunächst in seiner Darstellung der Abläufe beim Krisenmanagement nicht erwähnte. Am zweiten Tag des Blackouts, einem Sonntag, erweckte er auf die Frage eines Reporters den Eindruck, als habe er nach Beginn des Blackouts den ganzen Tag lang vom Homeoffice aus telefoniert, um Hilfe zu organisieren und zu koordinieren.

Erst Tage später räumte er seine Tennispause ein. Das brachte ihm von etlichen Politikern anderer Parteien den Vorwurf der Lüge und von der AfD Rücktrittsforderungen ein.

Wegen eines mutmaßlich von Linksextremisten begangenen Brandanschlags auf eine Kabelbrücke am 3. Januar waren 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und mehr als 2.000 Gewerbebetriebe vielfach tagelang ohne Strom. Seit dem 7. Januar läuft die Stromversorgung wieder für alle.

Verbesserungsbedarf trotz gutem Krisenmanagement

Der Regierende Bürgermeister lobte zugleich das Krisenmanagement während des Stromausfalls. „Ja, das Krisenmanagement hat funktioniert“, sagte der CDU-Politiker. „Alle Beteiligten haben mit Hochdruck gearbeitet, um die schwerwiegenden Folgen dieses Anschlags zu bewältigen.“ Dadurch sei es gelungen, die Stromversorgung für alle früher herzustellen als zunächst prognostiziert.

„Aber trotz erfolgreicher Bewältigung der Krise müssen wir ehrlich analysieren, wo wir noch besser werden müssen, wo wir nicht schnell genug waren, wo Strukturen und Zuständigkeiten noch nicht stimmen.“ Die Tage des Stromausfalls hätten gezeigt, dass es an manchen Stellen Verbesserungsbedarf gebe. (dpa)