Die Gas- und Strompreise fliegen den Unternehmen derzeit nur so um die Ohren. Mit jedem weiteren Tag stecken mehr Betriebe in einem Überlebenskampf. Die Insolvenzen des Schuhhändlers Görtz und des Toilettenpapierproduzenten Hakle wirken wie Vorboten eines kommenden Unheils.
Es gilt Arbeitgeber zu stützen
Dem Bundesverband der Deutschen Industrie zufolge droht gar jedem dritten Unternehmen die Pleite. Auch wenn man derartige Warnungen nicht immer eins zu eins für bare Münze nehmen muss, so ist die Situation zweifelsohne ernst. Zumal Inflation und Energiekrise derzeit auf eine Wirtschaft treffen, die sich teilweise noch längst nicht von der Corona-Pandemie erholt hat. Nahezu absurd erscheint einem da die Aufforderung der Ampel-Parteien an die Arbeitgeber, 3000 Euro Inflationsprämie an die Belegschaft auszuzahlen. Die Prämie – und das ist das Geschenk der Regierung – soll steuerfrei sein.
Es gilt dringend, die Arbeitgeber zu stützen: Entlastungen für Betriebe müssen jetzt schnell kommen, sonst ist es zu spät für viele Betriebe, die die Energiepreissteigerungen bereits an den Rand ihrer Existenz gebracht haben.
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Immerhin hat Wirtschaftsminister Robert Habeck das endlich erkannt und kündigte weitere Hilfen für mittelständische Unternehmen an. Zahlreiche Fragen bleiben dennoch offen: Wie hoch fallen die geplanten weiteren Energiekostenzuschüsse konkret aus? Decken sie womöglich nur einen Bruchteil der zusätzlichen Kosten ab? Und vor allem: Wann kommen sie? So oder so: Vor allem ein größeres Angebot an Energie kann letztlich den Preisdruck mildern. Die Politik wird sich mehr einfallen lassen müssen.
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