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Drohnen-Vorfall von LeipzigVerdächtige identifiziert – Verbindung zu Fällen in Polen und Serbien?

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Eine ukrainische Frachtmaschine vom Typ Antonow AN-124 steht am 5. August auf dem Flughafen Leipzig/Halle.

Eine ukrainische Frachtmaschine vom Typ Antonow AN-124 steht am 5. August auf dem Flughafen Leipzig/Halle. 

Zwei Verdächtige sind nach dem gescheiterten Drohnen-Attentat von Leipzig offenbar identifiziert worden. Nun werden weitere Verbindungen geprüft.

Im Fall des Drohnen-Vorfalls von Leipzig verfolgen deutsche Ermittler einem Medienbericht zufolge Spuren nach Polen und Serbien. Wie der „Spiegel“ aus Sicherheitskreisen erfuhr, wird einer der bislang identifizierten Tatverdächtigen mit einem weiteren Vorfall in Verbindung gebracht – einem Brandanschlag auf einen Baumarkt im polnischen Lodz im Juli 2024. Der Mann soll den Angaben zufolge Kontakt zu russischen Geheimdiensten haben.

Wie der Rechercheverbund aus NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ und die „Zeit“ berichtet hatten, wurden im Fall von Leipzig offenbar zwei Verdächtige identifiziert. Es handle sich um einen Belarussen und einen Mann mit lettischer und russischer Staatsangehörigkeit, schreiben NDR, WDR und SZ. Der Belarusse sei mit einem italienischen Touristenvisum nach Deutschland gereist. Der zweite Mann, der als Logistiker und Instrukteur des Anschlags gelte, sei über den Berliner Flughafen nach Deutschland gekommen und mit einem Mietwagen nach Sachsen gereist. Die Bundesanwaltschaft wollte sich dazu nicht äußern.

Verbindungen zwischen Leipzig und Fund an serbischer Grenze?

Nach „Spiegel“-Informationen prüfen Ermittler zudem Verbindungen zwischen dem Vorfall in Leipzig und einem Sprengstoff-Fund an der serbisch-ungarischen Grenze. Dort hatten serbische Sicherheitskräfte am 11. Juni zwei Männer festgenommen, die Komponenten einer modifizierten Drohne, Transmitter zur Steuerung sowie zwei Konservendosen mit Sprengstoff mit sich führten.

Nach Angaben aus Ermittlerkreisen weisen die Bauteile Ähnlichkeiten zu der am Leipziger Flughafen entdeckten Drohne auf. Auch dort war der Sprengstoff etwa in einer Konservendose verbaut, die an der Drohne befestigt war.

Zwei Männer in Untersuchungshaft

Die an der EU-Grenze festgenommenen Männer, ein Serbe und ein Mann mit serbischer und russischer Staatsangehörigkeit, sitzen in Untersuchungshaft. Dem „Spiegel“ zufolge prüfen die deutschen Sicherheitsbehörden derzeit mögliche „Kennverhältnisse“ der beiden zu einem Menschen, der auch im Leipziger Fall eine Rolle spielt.

Am Abend des 4. August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland. (afp/RND)