Irans Revolutionsgarden melden den Tod ihres Geheimdienstchefs. Das Regime und Trump überziehen einander mit Drohungen. Alle Infos im Liveblog.
Krieg in NahostIran kontert Trump-Aussagen – Israel startet Angriffswelle

Ein bewaffneter israelischer Kampfjet überfliegt den Norden Israels. (Archivbild)
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Die USA und Israel hatten Ende Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Bereits am ersten Kriegstag wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Alle Informationen rund um die Eskalation in Nahost lesen Sie hier im Liveblog.
7. April
Irans Armee weist Trumps „arrogante Rhetorik“ zurück
7.10 Uhr: Irans Militärführung hat die Warnungen von US-Präsident Donald Trump vor einer Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke des Landes als „arrogante Rhetorik und haltlose Drohungen“ abgetan. Trump sei „wahnhaft“, sagte der Sprecher der Khatam-al-Anbiya-Kommandozentrale, Ebrahim Zolfaqari, laut Staatsmedien. Die „rüde, arrogante Rhetorik und haltlosen Drohungen des wahnhaften US-Präsidenten“ würden die Angriffe gegen die „amerikanischen und zionistischen Feinde“ nicht stoppen, wurde der Militärsprecher zitiert.
Trump hatte dem Iran kurz zuvor mit einer Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden nach Ablauf seines jüngsten Ultimatums gedroht. Die USA könnten innerhalb von vier Stunden eine „völlige Zerstörung“ herbeiführen, sagte der Präsident im Weißen Haus. Die Frist, die er Teheran zur Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen Straße von Hormus gesetzt hat, läuft nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zum Mittwoch ab.

US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)
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UN-Sicherheitsrat soll über Einsatz von Gewalt abstimmen
6.09 Uhr: Der UN-Sicherheitsrat stimmt Diplomatenkreisen zufolge am Dienstag über eine vom Golfkooperationsrat geforderte Freigabe eines Einsatzes von Waffengewalt zum Schutz der Straße von Hormus ab. Die Abstimmung ist für 11.00 Uhr (Ortszeit, 17.00 Uhr MESZ) angesetzt, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus Diplomatenkreisen erfuhr. Vergangene Woche war eine Abstimmung über den von Bahrain eingebrachten Resolutionsentwurf aufgrund drohender Vetos mehrmals verschoben worden.
Der jüngste Resolutionsentwurf, der AFP vorlag, autorisiert Gewalt in der Meerenge nicht mehr ausdrücklich. Stattdessen ruft er Staaten auf, „ihre Bemühungen, die defensiver Natur und den Umständen angemessen sind, zu koordinieren, um zur Sicherheit der Schifffahrt beizutragen, einschließlich durch die Begleitung von Handelsschiffen“. Zugleich verlangt der Resolutionsentwurf weiterhin, dass der Iran seine Angriffe auf Handelsschiffe beendet und „jeden Versuch, den Transitverkehr oder die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu behindern“, einstellt.
Israelische Armee gibt neue Angriffswelle gegen den Iran bekannt
4.21 Uhr: Die israelische Armee hat eine neue Angriffswelle gegen den Iran bekanntgegeben. Dabei sei „Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes in Teheran und in zusätzlichen Gebieten im Iran“ anvisiert worden, teilte die Armee am Dienstag im Onlinedienst X mit. Zugleich erklärte sie, die israelische Luftabwehr reagiere derzeit auf Raketenangriffe aus dem Iran.
Iranische Staatsmedien meldeten derweil Explosionen in Teheran und der nahegelegenen Stadt Karadsch. Die iranischen staatlichen Nachrichtenagenturen Fars und Mehr gaben keine weiteren Details bekannt.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres. (Archivbild)
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UN-Chef warnt vor Angriffen auf Irans zivile Infrastruktur
3.11 Uhr: UN-Generalsekretär António Guterres hat die USA und Israel aufgefordert, Irans Kraftwerke und andere zivile Infrastruktur nicht anzugreifen. Solche Angriffe würden gegen internationales Recht verstoßen, sagte sein Sprecher Stéphane Dujarric in New York. „Selbst, wenn bestimmte zivile Infrastruktur als militärisches Ziel eingestuft werden könnte, würde das humanitäre Völkerrecht Angriffe darauf dennoch verbieten“, wenn „übermäßige“ Schäden für Zivilisten zu erwarten seien. Es sei „höchste Zeit, dass die Parteien diesen Konflikt beenden“, sagte Guterres laut dem Sprecher.
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden nach Ablauf seines jüngsten Ultimatums gedroht. Die USA könnten innerhalb von vier Stunden eine „völlige Zerstörung“ herbeiführen, sagte der Präsident im Weißen Haus. Die Frist, die er Teheran zur Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen Straße von Hormus gesetzt hat, läuft um 2.00 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch ab.
Mehr als 150 Flugzeuge an Kampfjet-Rettungsmission beteiligt
1.24 Uhr: An der Rettung des Waffenoffiziers eines abgeschossenen US-Kampfjets im Iran waren nach Angaben von Präsident Donald Trump mehr als 150 Flugzeuge beteiligt. Ein großer Teil davon sei für ein Täuschungsmanöver an verschiedenen Orten im Einsatz gewesen, sagte der Republikaner im Weißen Haus. Der verletzte Offizier selbst sei unterdessen stark blutend steile Felswände hinaufgeklettert. Während er seine Wunden versorgt habe, habe er Kontakt zu den US-Streitkräften aufgenommen.
(red/afp/dpa)
