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Millionen-Pakt für HagenMit 80 Millionen Euro gegen Schrottimmobilien und Verfall

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Millionenförderung für Umbau von Problembezirken in Hagen

Mit Kontrollaktionen in Schrottimmobilien - wie hier 2025 mit Ministerin Ina Scharrenbach - versuchen Kommune und Land bereits seit Jahren die Situation vor Ort zu verbessern. (Archivbild)

Hagen kämpft gegen den Verfall: 80 Millionen Euro fließen in die Sanierung von Problemvierteln und den Abriss von Wohnungen.

Für die städtebauliche Entwicklung von Problembezirken in Hagen stehen in der nächsten Dekade 80 Millionen Euro zur Verfügung. Die im Ruhrgebiet gelegene Kommune ist von maroden Gebäuden und den Folgen von Zuwanderung durch einkommensschwache Personen betroffen. Daher wird ein spezielles Förderareal geschaffen. Zur Bewältigung der Herausforderungen werden Gelder des Landes, des Bundes sowie der NRW-Bank eingesetzt, so eine Information des Landesbauministeriums. Eine entsprechende Vereinbarung, der „Hagen-Pakt“, wurde am Mittwoch unterzeichnet.

Es gehe darum, Hagen „aus einer gefühlten Abwärtsspirale hin zu einer lebenswerten, sozial stabilen und zukunftsfähigen Stadt zu machen“, erklärte Dennis Rehbein (CDU), Oberbürgermeister von Hagen, gemäß der Mitteilung.

Rückbau von 600 Wohnungen vorgesehen

Die Vereinbarung beinhaltet die vom Land geförderte Neugestaltung diverser problematischer Quartiere. Dazu zählt insbesondere das Areal um den Hauptbahnhof von Hagen. An diesem und weiteren Standorten ist der Abriss von als Problemimmobilien eingestuften Gebäuden geplant. Insgesamt sollen so 600 Wohneinheiten vom Markt genommen werden.

Gründe für den Verfall der Viertel

Ein Wohnungsüberschuss von circa 3.200 Einheiten ist auf die sinkende Einwohnerzahl der Stadt zurückzuführen. Laut der Mitteilung handelt es sich dabei oft um Bauten aus der Nachkriegsära mit geringwertiger Bausubstanz und Ausstattung. Diese Entwicklung ist im städtischen Erscheinungsbild sichtbar, strahlt auf die umliegenden Bereiche aus und mindert das Ansehen sowie die Lebensqualität in kompletten Straßenzügen. Niedrige Mietpreise verhindern Investitionen in die Modernisierung. Die sich verschlechternde Wohnsituation führt dazu, dass finanzstarke Haushalte wegziehen, während gleichzeitig Menschen mit geringem Einkommen zuziehen. (dpa/red)

Weitere Maßnahmen: Sicherheit und Integration

Zusätzlich zur Konsolidierung des Immobilienmarktes ist eine Erhöhung der Sicherheit in den Stadtteilen vorgesehen. Ein vorerst nur allgemein umrissenes Sicherheitskonzept soll laut NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) auch städtebauliche Maßnahmen zur Kriminalitätsvorbeugung beinhalten und als Vorbild für andere Kommunen dienen. Ein zusätzliches Element ist die Einrichtung eines sogenannten „Europacenters“: Neu in Hagen ankommende EU-Bürger sollen dort Unterstützung und Beratung für den Eintritt in das Berufsleben bekommen. Des Weiteren ist ein Kunstvorhaben an Gebäudefassaden geplant, um das städtische Erscheinungsbild aufzuwerten. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.