Mit einer Gasreserve soll eine Krisenvorsorge geschaffen werden. Ein Gesetzentwurf liegt nun vor.
„Krisenvorsorge für Extremfälle“Ministerium bringt Gasreserve auf den Weg – Umlage geplant

Die Reserve soll über eine Umlage durch die Gaskunden finanziert werden.
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Das Bundeswirtschaftsministerium bringt den Aufbau einer nationalen Gasreserve auf den Weg. In einem Gesetzentwurf aus dem Haus von Ministerin Katherina Reiche (CDU) heißt es: „Die Gasreserve dient der Krisenvorsorge für Extremfälle, Sabotage und seltene Großereignisse.“ Finanziert werden soll die Gasreserve über eine Umlage für Gaskunden. Der Referentenentwurf mit Stand 12. Oktober liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.
Eine Sprecherin des Ministeriums hatte Anfang Juli angekündigt, die Gasreserve solle einen Umfang von 24 Milliarden Kilowattstunden haben – das entspräche etwa zehn Prozent der deutschen Speicherkapazität. Dieses Volumen findet sich auch im Gesetzentwurf. Laut Sprecherin soll der Aufbau der Gasreserve nach der entsprechenden Gesetzesänderung im Jahr 2027 beginnen.
Reserve soll über Umlage finanziert werden
Finanziert werden soll die Reserve über eine Umlage. Im Gesetzentwurf werden die Folgen geschätzt: Für einen typischen Haushalt in einem Mehrfamilienhaus mit einem jährlichen Verbrauch von rund 13.000 Kilowattstunden beziehungsweise einen typischen Haushalt in einem Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeutet dies jährliche Kosten in Höhe von 3,77 bis 7,20 EUR.
Im Sommer hatte Reiche der Deutschen Presse-Agentur gesagt, für eine Gasreserve gebe es zwei Finanzierungsoptionen. Die eine sei eine Umlage über die Gaskunden, die zweite eine Finanzierung aus dem Bundeshaushalt. Vielleicht gebe es auch ein Mischmodell. (dpa/red)