Statt dem ermordeten Präsidentschaftskanidaten Fernando Villavicencio wird der Journalist Christin Zurita kandidieren.
Journalist Christian ZuritaNach tödlichem Attentat neuer Präsidentschaftskandidat in Ecuador ernannt

Christian Zurita ist der neue Spitzenkanidat der Partei Construye, bei der Präsidentschadtswahl in Ecuador. Recht neben ihm die Vizepräsidentschaftskanidatin Andrea Gonzalez.
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Nach der Ermordung des Präsidentschaftskandidaten Fernando Villavicencio in Ecuador wird an seiner Stelle der Journalist Christian Zurita kandidieren. Seine Partei Construye teilte am Sonntag mit, Zurita werde bei der Präsidentenwahl am 20. August ins Rennen gehen.
Am Tag zuvor hatte die zentristische Partei noch erklärt, Andrea González, die bisherige Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin, werde anstelle Villavicencios antreten. Für den Schwenk wurden formale Gründe genannt, da González bereits als Kandidatin für das Vizepräsidentenamt registriert war.
Vorheriger Präsidentschaftskandidat wurde erschossen
Der aussichtsreiche Präsidentschaftskandidat Villavicencio, der sich dem Kampf gegen die Korruption in dem südamerikanischen Land verschrieben hatte, war am Mittwoch nach einer Kundgebung in der Hauptstadt Quito erschossen worden.

Der Präsidentschaftskandidat Fernando Villavicencio schwenkt eine Nationalflagge während einer Wahlkampfveranstaltung, nur wenige Minuten bevor er vor derselben Schule erschossen wird.
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Präsident Guillermo Lasso machte das „organisierte Verbrechen“ für den Mord an dem Politiker verantwortlich. Bei der Fahndung nach den Tätern wurden bisher sechs kolumbianische Staatsbürger festgenommen. Ein siebter mutmaßlicher Angreifer war von den Sicherheitskräften erschossen worden.
Bandenchef wird ins Hochsicherheitsgefängnis verlegt
Innenminister Juan Zapata erklärte, die Ermittler gingen vor allem der Frage nach, wer den Mord an dem 59-jährigen Politiker in Auftrag gegeben haben könnte. Der inhaftierte Bandenchef José Adolfo Macías alias „Fito“ soll Villavicencio in der Vergangenheit mit dem Tod bedroht haben; er wurde am Wochenende in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt.
Am Tag vor seiner Ermordung hatte Villavicencio bei der Staatsanwaltschaft Anzeige wegen Unregelmäßigkeiten bei Ölverträgen erstattet, die während der Amtszeit von Präsident Rafael Correa ausgehandelt worden waren. Den Schaden für das Land bezifferte er auf rund neun Milliarden Dollar (8,2 Milliarden Euro). (afp)
