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Neue Spannungen um TaiwanChina droht USA erneut - droht Eskalation?

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Nach China veranstaltet auch Taiwan Militärübungen.

Peking/Taipeh/Washington – Die Aufnahme formeller Handelsgespräche zwischen den USA und Taiwan sorgt für neue Verstimmungen im Verhältnis zu China. Die Regierungen in Washington und Taipeh kündigten gestern an, Verhandlungen im Rahmen einer neuen Initiative aufnehmen zu wollen. Die erste Runde solle im „frühen Herbst“ stattfinden. Beide Seiten wollten die Handels- und Investitionsbeziehungen vertiefen.

China erklärte umgehend seinen Widerstand gegen ein offizielles Wirtschaftsabkommen beider Länder. Außenamtssprecher Wang Wenbin sagte, Peking lehne es ab, wenn andere Länder mit Taiwan Handels- und Wirtschaftsvereinbarungen unterzeichneten, die offizieller Art seien und die Souveränität berührten.

China: „ USA soll offzielle Interaktion mit Taiwan einstellen"

Die USA sollten „alle Formen offizieller Interaktion mit Taiwan einstellen“. Es werde als „unabtrennbarer Teil“ der kommunistischen Volksrepublik angesehen. Die einzig legitime Regierung sei in Peking. Die demokratische Inselrepublik hingegen sieht sich als unabhängig.

Die Spannungen mit China hatten sich jüngst durch den Besuch der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan verschärft. Es war der ranghöchste Besuch aus den USA seit einem Vierteljahrhundert. Kurz darauf reiste eine weitere Delegation des US-Kongresses nach Taipeh.

Peking droht mit Einnahme der Insel

China sprach von „Provokationen“. Als Reaktion nahm es großangelegte Manöver um die Inselrepublik auf. Bei der seit Jahrzehnten größten militärischen Machtdemonstration Chinas wurden eine See- und Luftblockade, eine Eroberung und andere Kampfeinsätze geübt. Peking droht mit einer Einnahme der 23 Millionen Einwohner zählenden Insel.

Washington und Taipeh hatten die US-Taiwan-Initiative zum Handel im Juni vorgestellt. Es soll um Handelserleichterungen, den Kampf gegen Korruption sowie um mehr Handel zwischen kleinen und mittelgroßen Unternehmen sowie mit Gütern aus der Landwirtschaft gehen.

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Genannt werden auch die Beseitigung von Benachteiligungen, digitaler Handel, Umwelt- und Arbeitsstandards und wettbewerbsverzerrende Praktiken. Taiwan will damit seine wirtschaftlichen Fähigkeiten stärken sowie mehr Investitionen aus den USA und aus anderen Ländern anziehen. (dpa)