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NRW-Wahl Die Linke in Köln deutlich über dem Landesergebnis

Banger Blick aufs Handy: Linken-Kandidatin Carolin Butterwegge (links) und Linke-Kreissprecherin Angelika Link-Wilden.

Banger Blick aufs Handy: Linken-Kandidatin Carolin Butterwegge (links) und Linke-Kreissprecherin Angelika Link-Wilden.

Köln – Die Nervosität stand Carolin Butterwegge deutlich ins Gesicht geschrieben. „Ich dachte, um 18 Uhr wissen wir endlich, wie es ausgeht“, sagte die Kandidatin der Linken mit Blick auf die Prognose. 5,0 Prozent sagte diese voraus, damit wäre die 42-jährige Kölnerin, die nach dem schlechten Ergebnis der Linken vor fünf Jahren den Landtag verlassen musste, jetzt wieder drin gewesen.

„Aber dass es dann noch an der Linken hängt, ob es zu einer CDU-FDP-Koalition kommen kann, ist aus unserer Sicht das Schlimmste“, fügte sie sichtlich erschüttert hinzu. Als eine Stunde später die Hochrechnung schon nur noch 4,9 Prozent für Die Linke ergab, war Butterwegge mit ihrer Familie bereits wieder daheim – zu viel Spannung.

Für die rund 50 Gäste der Wahlparty der Linken im Konrad-Adenauer-Saal wurde der Abend zur Zitterpartie. „Dabei hatten wir in den vergangenen drei bis vier Monaten so eine tolle Mitgliederentwicklung“, zeigte sich auch Kreisverbandssprecherin Angelika Link-Wilden enttäuscht. Rund 100 neue Mitglieder seien in den vergangenen Monaten dazu gekommen, viele hätten die Partei unterstützt – „vor allem junge Menschen“, das habe sie für die Landtagswahl motiviert. „Auf sechs Prozent hatten wir da schon gehofft“, so Link-Wilden weiter. Auch Fraktionsvorsitzender Jörg Detjen hatte im Wahlkampf insgesamt „ein gutes Gefühl gehabt“.

Das spiegelt sich im Zuwachs der Stimmen auch wieder. Auf Landesebene gewannen die Linken rund 2,3 Prozent dazu (2012: 2,5 Prozent), in Köln kamen sie auf 8,4 Prozent (2012: 3,39 Prozent).

„Aber als klar war, die SPD verliert so viel, wusste ich, es würde für uns zur Zitterpartie werden“, so Link-Wilden. Die dann letztendlich verloren wurde. (bpo)