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Besorgniserregende PrognoseRentenbeiträge sollen wohl deutlich steigen

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Zuschauer besuchen eine Veranstaltung in einem Konzerthaus.

Die Menschen in Deutschland müssen sich auf höhere Rentenbeiträge einstellen. (Symbolbild)

Die Rentenbeiträge für die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland könnten früher und etwas stärker steigen als bislang erwartet. 

Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) geht nach Angaben der „Bild“-Zeitung von einem etwas stärkeren Anstieg des Rentenbeitragssatzes aus als bislang erwartet. Demnach soll der Beitragssatz für Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Jahr 2028 von derzeit 18,6 Prozent auf 19,9 Prozent steigen. Zuvor war in den Prognosen für 2028 ein Wert von 19,8 Prozent genannt worden.

Für 2029 werde ein Beitragssatz von 20 Prozent erwartet, heißt es in dem Bericht weiter. In den 2030er Jahren soll der Satz demnach schrittweise auf 20,2 Prozent (2031), 20,5 Prozent (2032), 20,7 Prozent (2033) und 20,9 Prozent (2034) steigen.

Rentenversicherung rechnet 2028 mit stärkerem Beitragsanstieg

Ab 2036 rechnet die DRV laut „Bild“ mit 21,1 Prozent bis 2040. In früheren Planungen war demnach erst für 2039 ein Wert von 21,2 Prozent angenommen worden.

Die gesetzlichen Renten werden im Umlageverfahren finanziert. Die laufenden Beiträge von Beschäftigten und Arbeitgebern werden im Wesentlichen direkt zur Finanzierung der aktuellen Rentenzahlungen verwendet. Gerät das Verhältnis von Beitragszahlenden zu Rentenbeziehenden unter Druck, steigen in der Regel die Anforderungen an das System, beispielsweise durch höhere Beitragssätze, einen höheren Steuerzuschuss oder Anpassungen bei Leistungen und dem Renteneintrittsalter.

Rente: Deshalb ändern sich Prognosen

Langfristprognosen hängen von Annahmen, beispielsweise zur Lohnentwicklung, zur Beschäftigung, zur Zuwanderung und zur Zahl der Rentnerinnen und Rentner, ab. Schon kleine Änderungen dieser Parameter können sich über Jahre hinweg deutlich auswirken. Deshalb werden Beitragssatzpfade regelmäßig aktualisiert, wenn neue Daten vorliegen oder Modellannahmen angepasst werden.

Die Frage, wie stark die Beiträge steigen dürfen und wie die Belastung zwischen den Generationen verteilt wird, ist politisch umstritten. In den Debatten geht es häufig um folgende Fragen: Sind zusätzliche Bundesmittel nötig? Könnte eine Ausweitung der Beitragsbasis helfen? Oder würden strukturelle Reformen – etwa beim Renteneintritt, bei der Zusatzvorsorge oder bei versicherungsfremden Leistungen – das System langfristig stabilisieren? (mbr)