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Moskau zeigt seine MachtRussland testet bei Großmanöver nuklear bestückbare Raketen

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Ukraine-Krieg - Russische Militärübung

Russland hat eine Atom-Rakete Jars getestet. (Archivbild)

Russland demonstriert militärische Stärke: Bei einer Übung wurden mehrere atomwaffenfähige Raketen erprobt.

Russland hat zum Ende einer umfangreichen Militärübung eine Reihe von Raketen erprobt, die nuklear bewaffnet werden können. Eine Interkontinentalrakete des Modells Jars wurde aus dem Norden Russlands auf ein Ziel auf der Halbinsel Kamtschatka im Fernen Osten gestartet, so eine Bekanntmachung des Verteidigungsministeriums in Moskau.

Laut Informationen aus dem Kreml beobachteten der russische Präsident Wladimir Putin sowie sein Partner Alexander Lukaschenko aus Belarus die Übung auf einem Bildschirm. Putin äußerte, dass die strategische Triade aus land-, see- und luftbasierten Atomwaffen stets als „Garant der Souveränität des Staatenbundes Russland und Belarus“ fungieren werde. Er fügte hinzu, die Waffensysteme hätten einen rein defensiven Charakter. Eine Erneuerung des russischen Arsenals sei geplant, jedoch ohne sich an einem Rüstungswettlauf zu beteiligen.

Test von Raketen verschiedener Waffengattungen

Russische U-Boote mit Atomantrieb setzten laut Militärquellen Raketen der Modelle Zirkon und Sinewa ein. Des Weiteren feuerten MiG-31-Kampfflugzeuge Hyperschallraketen vom Typ Kinschal ab. Gleichzeitig starteten Tu-95-Langstreckenbomber zusätzliche Raketen.

Auf dem südrussischen Testareal Kapustin Jar wurde von Einheiten der belarussischen Streitkräfte eine ballistische Iskander-M-Rakete gezündet. Lukaschenko merkte an, dass von Belarus und Russland keine Bedrohung ausgehe, man jedoch zur Verteidigung des gemeinsamen Vaterlandes „von Brest bis Wladiwostok“ bereit sei. Die Armeen beider Staaten trainierten seit Dienstag die Koordination bei der Handhabung von Atomwaffen.

Manöver in politisch angespannter Zeit

Russland hat im Rahmen dieser Zusammenarbeit seine modernste Mittelstreckenrakete des Modells Oreschnik in Belarus positioniert. Dieser Schritt integriert Belarus unter den russischen Nuklearschutzschirm, erhöht zugleich aber Moskaus Einfluss auf das Nachbarland. (dpa/red)

Obwohl Übungen der nuklearen Triade regelmäßig stattfinden, erfolgte das jetzige Manöver in einer Phase erhöhter Spannungen zwischen Russland und den europäischen Nationen. Moskau demonstrierte damit seine militärische Stärke, insbesondere da der Krieg in der Ukraine stagniert und bei der verkleinerten Siegesparade am 9. Mai Defizite sichtbar geworden waren. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.