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Angebliche SpionageRussland weist britischen Diplomaten aus

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Das Bild zeigt den Direktor des Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow (l), und der Direktor des Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergej Naryschkin, bei der jährlichen Vorstandssitzung des Verteidigungsministeriums in Moska. Foto: Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Der Direktor des Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow (l), und der Direktor des Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergej Naryschkin, nehmen an der jährlichen Vorstandssitzung des Verteidigungsministeriums in Moskau teil. Der FSB wirft einem britischen Diplomaten Spionage vor, der jetzt das Land verlassen muss.

Immer wieder streiten Moskau und London über Diplomaten und weisen diese wechselseitig aus. Nun muss ein weiterer Mitarbeiter der britischen Botschaft gehen.

Russland hat erneut einen britischen Diplomaten wegen angeblicher Spionage ausgewiesen. Der stellvertretenden Leiterin der Botschaft sei ein förmlicher Protest übermittelt worden, weil ein Diplomat den britischen Geheimdiensten angehöre, teilte das Außenministerium in Moskau mit. Dem Betroffenen sei die Akkreditierung, also die Arbeitserlaubnis in Russland, entzogen worden. Er habe zwei Wochen Zeit das Land zu verlassen.

Das britische Außenministerium wies die Vorwürfe als „haltlos und böswillig“ zurück. Man wäge nun sorgfältig ab, wie man darauf reagiere, hieß es aus London.

In einer Mitteilung des russischen Inlandsgeheimdiensts FSB hatte es geheißen, der FSB habe einen nicht gemeldeten Mitarbeiter der britischen Geheimdienste aufgedeckt, der unter einem Deckmantel in die britische Botschaft entsandt worden sei. Den Angaben nach geht es um einen zweiten Sekretär der internen Verwaltung der Botschaft.

Nicht zum ersten Mal muss ein britischer Diplomat wegen des Vorwurfs angeblicher Spionage gehen. Immer wieder streiten die beiden Länder, weil Diplomaten angeblich ihren Aufenthalt für geheimdienstliche Tätigkeit nutzen. Durch den seit inzwischen fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg in der Ukraine sind die Beziehungen zusätzlich gespannt. (dpa)