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Soldat bei Übung kollabiertMinentaucher der Marine nach Notfall in der Klinik

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Pressekonferenz der Deutschen Marine zur Minenabwehr

Minentaucher der Bundeswehr in einem Schlachboot.

Ein Soldat ist bei einer Übung der Minentaucher kollabiert und liegt nun mit schweren gesundheitlichen Schäden im Krankenhaus.

Bei einer Übung für Minentaucher der Deutschen Marine erlitt ein Soldat einen Kollaps und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Wie die Marine informierte, leitete man umgehend Rettungsmaßnahmen ein. Der Mann befindet sich auf der Intensivstation.

Der Zwischenfall ereignete sich bereits am Mittwoch im Schwimmbad der Marine in Eckernförde. Der Angehörige des Seebataillons zog sich bei dem Training schwere gesundheitliche Schäden zu. Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) geschah der medizinische Notfall in einem Übungsabschnitt, in dem die Soldaten als Gruppe im Wasser waren, ihre Köpfe jedoch über der Oberfläche hielten. Ein Standardverfahren sah dabei vor, einen fünf Kilogramm schweren Ring weiterzureichen, um so Aktivitäten im Wasser zu simulieren.

Untersuchung des Vorfalls eingeleitet

Die Minentaucherkompanie ist dem Seebataillon unterstellt. Zur Klärung der genauen Umstände des Notfalls wurden nach Marineangaben Ermittlungen aufgenommen.

Die Ausbildung zum Minentaucher wird als physisch und technisch sehr fordernd angesehen. Sie verlangt eine überdurchschnittliche körperliche Verfassung sowie den souveränen Umgang mit Unterwasserdrohnen und Sprengstoffen. Zu den Aufgaben dieser Spezialisten zählen die Beseitigung von Kampfmitteln, Rettungsmissionen sowie der Schutz von Schiffen und Hafenanlagen gegen Sabotage und Angriffe.

Parallelen zu früheren Zwischenfällen

In der Vergangenheit hatten Überanstrengungen von Soldaten bei Märschen, die teils bei großer Hitze stattfanden, wiederholt für Schlagzeilen gesorgt. Der Bundeswehr wurde daraufhin vorgeworfen, bei der Ausbildung mit übermäßiger Härte vorzugehen.

So war im Jahr 2017 ein Offiziersanwärter im niedersächsischen Munster während eines Fußmarsches bewusstlos geworden und verstarb zehn Tage darauf in einer Klinik. Damals wurde mitgeteilt, er sei nach einer „Marschleistung von drei Kilometern unvermutet“ kollabiert. Die Staatsanwaltschaft in Lüneburg stellte für den Tod des 21-Jährigen einen Hitzschlag als Ursache fest. An diesem Tag waren während der Ausbildung drei weitere Soldaten ebenfalls zusammengebrochen.

Risiken können bei solchen Übungen auch bestehen, wenn gesundheitliche Probleme nicht bemerkt werden oder Soldaten, die nicht vollständig genesen sind, sich den physischen Belastungen aussetzen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.