Nachdem Donald Trump bei einem Auftritt schläfrig wirkte, gibt es in den USA erneut Spekulationen über seinen Gesundheitszustand.
„Dem Präsidenten geht es nicht gut“Trump-Auftritt befeuert Spekulationen über Gesundheitszustand

US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. (Archivbild)
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Es ist nicht das erste Mal, dass der Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump in den Fokus rückt. Der Republikaner wirkte in dieser Woche bei einem Termin im Oval Office erneut schläfrig. Während Jay Bhattacharya, Direktor des National Institutes of Health, im Weißen Haus die neuen nationalen Impfempfehlungen für Kinder vorstellte, machte Trump einen abwesenden und dösigen Eindruck. Immer wieder schien der US-Präsident die Augen zu schließen und den Kopf schiefzulehnen.
Die Szene verbreitete sich in der Folge schnell in den sozialen Netzwerken – und brachte Trump mal wieder Bezeichnungen wie „Sleepy Don“ („schläfriger Don“) ein –, eine Anspielung auf Trumps frühere Attacken auf seinen Amtsvorgänger Joe Biden, der von dem Republikaner oftmals als „Sleepy Joe“ verhöhnt worden war. Doch auch abseits der sozialen Netzwerke rückt Trumps Gesundheitszustand in den Fokus.
Dick Cheneys Kardiologe äußert sich zu Trumps Gesundheitszustand
In einem Gastbeitrag für die New York Times und in einem Interview mit dem US-Sender CNN sprach Dr. Jonathan Reiner, ehemaliger Kardiologe des früheren US-Vizepräsidenten Dick Cheney, Trumps Schläfrigkeit an. Dass der US-Präsident „immer wieder“ einschlafe, sei besorgniserregend, erklärte Reiner.
Der Mediziner erwähnte auch Trumps andere sichtbare Beschwerden, darunter die „massive“ Schwellung seiner Beine und die „offensichtlichen“ Blutergüsse an beiden Händen, die „einfach nicht verschwinden wollen“. Die Flecken auf den Händen des US-Präsidenten sorgen bereits seit Monaten immer wieder für Spekulationen.
„Dem Präsidenten geht es nicht gut“
„Dem Präsidenten geht es nicht gut, und das schon seit einem Großteil des letzten Jahres“, erklärte Reiner gegenüber CNN. Trump leide an „mehreren sichtbaren Krankheiten“, die gut dokumentiert seien, da der US-Präsident „vielleicht die am häufigsten fotografierte Person sei, die jemals das Amt des Präsidenten innehatte“, führte der Arzt aus.
Besorgniserregender als die Flecken auf den Händen des Präsidenten sei jedoch die „wirklich sehr starke Schwellung“ in den Beinen des Republikaners, führte Reiner aus. Die Flecken auf den Händen könnten auf eine chronische Veneninsuffizienz hindeuten, erklärte Reiner. „Jetzt hat er aber massive Schwellungen an den Beinen. Dazu hat sich das Weiße Haus jedoch noch nicht geäußert.“
Arzt über Donald Trump: „Er bekommt nicht genug Schlaf“
Insbesondere die offensichtliche Müdigkeit des Präsidenten thematisierte der Arzt. „Warum ist es in diesem Land, in dieser gefährlichen Zeit, akzeptabel, dass der Präsident der Vereinigten Staaten ein wirklich dramatisches Problem damit hat, wach zu bleiben?“, fragte Reiner im Gespräch mit CNN etwa und betonte, dass Trump sogar schläfrig gewirkt habe, während US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. „neben ihm schrie und sehr lautstark mit ihm sprach“.
Schlafapnoe könne eine mögliche Erklärung für Trumps Symptome sein, führte Reiner außerdem aus. „Wenn er fünf Minuten lang an seinem Schreibtisch sitzt und nicht spricht, sind seine Augen geschlossen“, sagte Reiner und wies darauf hin, dass unbehandelte Schlafapnoe zu Herzproblemen und kognitiven Störungen führen könne. „Er bekommt nicht genug Schlaf. Und er muss schlafen.“
Weißes Haus: „Energischster Präsident in der Geschichte“
Es sei „ganz und gar nicht normal“, wenn es von der US-Öffentlichkeit einfach hingenommen werde, dass der US-Präsident bei Auftritten einschlafe, kritisierte der Mediziner den Umgang mit Trumps Symptomen. „Das ist nicht normal, das muss unbedingt angesprochen werden“, bekräftigte Reiner.
Das Weiße Haus weist die Spekulationen über den Gesundheitszustand des US-Präsidenten unterdessen zurück. „Präsident Trump ist der scharfsinnigste, zugänglichste und energischste Präsident in der amerikanischen Geschichte, und jeder sogenannte Mediziner, der aus politischen Gründen Ferndiagnosen stellt oder falsche Spekulationen verbreitet, bricht eindeutig den hippokratischen Eid, den er geschworen hat“, kommentierte ein Regierungssprecher die Spekulationen in einer Stellungnahme gegenüber US-Medien.
