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Fort-Hood-AttentäterTrump genehmigt Erschießungskommando – erste Militärhinrichtung seit 1961

3 min
US-Präsident Donald Trump hat eine Militärhinrichtung gebilligt.

US-Präsident Donald Trump hat eine Militärhinrichtung gebilligt.

Erstmals seit 1961 könnte es in den USA eine Militärexekution geben: Trump hat eine Erschießung genehmigt.

Mehr als 60 Jahre nach der letzten Hinrichtung eines US-Soldaten könnte die US-Armee erstmals wieder eine Todesstrafe vollstrecken. Präsident Donald Trump hat die Hinrichtung des früheren Armeepsychiaters Nidal Hasan genehmigt. Hasan hatte 2009 auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas 13 Menschen getötet.

Der heute 56-Jährige soll durch ein Erschießungskommando der US-Armee hingerichtet werden. Das teilte Pentagon-Sprecher Sean Parnell mit. Verteidigungsminister Pete Hegseth habe die Vollstreckung empfohlen, Trump habe sie genehmigt. Wann und wo sie stattfinden soll, steht noch nicht fest. Sollte die Hinrichtung tatsächlich vollzogen werden, wäre sie die erste Militärhinrichtung in den USA seit 1961.

Hasan tötete 13 Menschen auf Militärstützpunkt

Am 5. November 2009 eröffnete Hasan auf dem Stützpunkt Fort Hood das Feuer. Der damalige Armeemajor und Psychiater erschoss zwölf Soldaten und einen Zivilisten. 32 weitere Menschen wurden verletzt.

Hasan wurde bei dem Angriff selbst angeschossen und anschließend festgenommen. Nach Angaben US-amerikanischer Medien hatte er vor dem Anschlag zunehmend radikale Ansichten entwickelt. Er soll den Angriff im Namen des Dschihad verübt und die Kriege der USA in Afghanistan und im Irak als illegal bezeichnet haben. Nach Angaben des Pentagon rief Hasan während des Angriffs „Allahu Akbar“ und eröffnete das Feuer auf unbewaffnete US-Soldaten.

Major Nidal Hasan, ein US-amerikanischer Armeearzt und Psychiater, hat einen Amoklauf auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas begangen, bei dem mehrere Menschen starben.

Major Nidal Hasan, ein US-amerikanischer Armeearzt und Psychiater, hat einen Amoklauf auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas begangen, bei dem mehrere Menschen starben.

Ein Militärgericht verurteilte ihn 2013 zum Tode. Hasan hatte sich in dem Verfahren selbst verteidigt, keine Zeugen aufgerufen und selbst nicht ausgesagt. Nach Angaben seiner Pflichtverteidiger strebte er offenbar die Vollstreckung der Todesstrafe an.

Erschießungskommando statt Giftspritze

Die Hinrichtung durch ein Erschießungskommando ist in den USA selten. In fünf Bundesstaaten ist diese Methode grundsätzlich zugelassen. Im vergangenen Jahr wurden in South Carolina drei Menschen auf diese Weise hingerichtet.

Für Militärangehörige gelten besondere Regeln: Nach Angaben der „New York Times“ muss der Präsident ein Todesurteil bestätigen, bevor es vollstreckt werden kann. Die letzte Hinrichtung eines US-Armeeangehörigen fand demnach 1961 statt. Damals wurde ein Soldat hingerichtet, der wegen der Vergewaltigung und des versuchten Mordes an einem elfjährigen Mädchen während seines Einsatzes in Österreich zum Tode verurteilt worden war.

Im Jahr 2009 kam es in Fort Hood zu einem Amoklauf, bei dem der Armeepsychiater Major Nidal Hasan 13 Menschen erschoss und Dutzende weitere verletzte, wofür er im August 2013 von einem Militärgericht zum Tode verurteilt wurde.

Im Jahr 2009 kam es in Fort Hood zu einem Amoklauf, bei dem der Armeepsychiater Major Nidal Hasan 13 Menschen erschoss und Dutzende weitere verletzte, wofür er im August 2013 von einem Militärgericht zum Tode verurteilt wurde.

Im Jahr 2009 kam es in Fort Hood zu einem Amoklauf, bei dem der Armeepsychiater Major Nidal Hasan 13 Menschen erschoss und Dutzende weitere verletzte, wofür er im August 2013 von einem Militärgericht zum Tode verurteilt wurde.

Nach den Vorgaben der US-Armee soll Hasans Hinrichtung frühestens 60 Tage und spätestens 150 Tage nach der Genehmigung durch den Präsidenten stattfinden. Allerdings könnte die Vollstreckung noch verhindert werden. Die „New York Times“ verweist dabei auf einen vergleichbaren Fall aus dem Jahr 2008.

Sollte Hasan tatsächlich hingerichtet werden, wäre es nach Angaben US-amerikanischer Medien zugleich die erste Hinrichtung auf Bundesebene seit Januar 2021. In den letzten Wochen seiner ersten Amtszeit hatte Trump damals 13 Häftlinge hinrichten lassen.

Trump genehmigt Hinrichtung nach gescheitertem Versuch

Die Entscheidung fiel wenige Tage nach einem gescheiterten Hinrichtungsversuch im Bundesstaat Tennessee. Die wegen Mordes zum Tode verurteilte Christa Pike überlebte dort zwei Versuche mit einer Giftspritze. Sie befand sich anschließend in kritischem Zustand. Der Fall löste erneut eine Debatte über die Todesstrafe aus.

Vier Einschusslöcher sind in einem Stuhl sichtbar, nachdem Ronnie Lee Gardner 2010 in Utah hingerichtet wurde. (Archivbild)

Vier Einschusslöcher sind in einem Stuhl sichtbar, nachdem Ronnie Lee Gardner 2010 in Utah hingerichtet wurde. (Archivbild)

Seit Trumps erneutem Amtsantritt Anfang 2025 ist die Zahl der Hinrichtungen in den USA deutlich gestiegen. Der Präsident hatte sich dafür ausgesprochen, die Todesstrafe häufiger anzuwenden.

Vier Todeskandidaten im Militärjustizsystem

Hasan gehört nach Angaben US-amerikanischer Medien zu vier zum Tode verurteilten Gefangenen im Militärjustizsystem. Er soll keine Reue für seine Tat gezeigt und den Wunsch geäußert haben, bei dem Angriff selbst zu sterben und als Märtyrer zu gelten.

Der Anschlag von Fort Hood ereignete sich auf dem Höhepunkt des US-geführten Anti-Terror-Kampfes nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Hasan wurde in den USA als Sohn palästinensischer Eltern geboren.

Ob und wann die angekündigte Hinrichtung tatsächlich stattfindet, ist noch offen. Zunächst müssen die vorgesehenen Fristen abgewartet werden. Zudem könnte die Vollstreckung noch juristisch gestoppt werden. (dpa/afp/sbo)