Donald Trump attackiert die Energiewende in Deutschland, droht Frankreich mit drastischen Zöllen und beleidigt einen muslimischen Politiker.
Wahlkampf in TexasTrump mit bizarrer Deutschland-Aussage und wüsten Beleidigungen

US-Präsident Donald Trump tanzt bei seinem Besuch im National Medal of Honor Museum in Texas.
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US-Präsident Donald Trump hat auf einer Wahlkampfveranstaltung behauptet, die Energiewende habe Deutschland fast an den Rand des Untergangs gebracht. „Wir wollen keine Windmühlen. (...) Zeigen Sie mir ein Land mit grüner Energie, und ich zeige Ihnen ein bankrottes Land. Sie wissen ja, Deutschland hat es versucht. Sie waren ungefähr zwei Tage von der Auslöschung entfernt.“
Donald Trump sprach am Samstag während einer ausufernden Rede über eine Stunde lang auf einer Wahlkampfveranstaltung im ölreichen US-Bundesstaat Texas. In der einstigen Republikaner-Hochburg zeichnet sich ein stark umkämpftes Senatsrennens bei den Wahlen im November ab. Dort liegt in den meisten Umfragen der demokratische Kandidat vorn. Sollte er gewinnen, wäre er der erste demokratische Senator aus Texas seit mehr als drei Jahrzehnten.
Trump droht Macron mit Zöllen
Der französische Präsident Emmanuel Macron sei „eigentlich ein netter Typ“, sagte Trump weiter. Zugleich drohte er ihm nach eigenen Angaben in einem Telefonat mit zusätzlichen Zöllen von 250 Prozent, sollten französische Pharmaunternehmen ihre Medikamente in den USA nicht zu niedrigeren Preisen anbieten.
„Ich werde einen Zoll von 250 Prozent auf euren verdammten Wein und den ganzen Scheiß erheben, den ihr uns schickt. Ich werde einen Zoll von 250 Prozent auf euren Wein, euren Champagner und alles erheben, was ihr uns schickt, Emmanuel.“
Trump beleidigt muslimischen Politiker
Darüber hinaus äußerte sich Trump abfällig über den muslimischen Politiker Abdul El-Sayed, der für die Demokraten bei den Senatswahlen antritt. „Ich nenne ihn Muhammad. Jemand sagte, sein Name sei nicht Muhammad, sondern Abdul.(...) Ich bin der Präsident. Ich kann ihn nennen, wie zum Teufel ich will. Für mich ist er Muhammad. Und er ist ein radikaler Dschihadist.“
Am 3. November wählen die US-Wähler bei den Parlamentswahlen rund ein Drittel der Senatorinnen und Senatoren neu sowie das gesamte Repräsentantenhaus. Derzeit halten Trumps Republikaner eine knappe Mehrheit in beiden Kongress-Kammern. Verlieren sie auch nur eine der beiden Kammern, muss Trump mit deutlich mehr Widerstand gegen seine Politik rechnen. (dpa)